17 Jan

Aktuelle Informationen zur ASP

Schwarzwild

Gemeinsamer Foderungskatalog der Jäger und Landwirte zur ASP

Der Landesjagdverband und der Bauernverband Sachsen-Anhalt halten ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die aus Ostereuropa näherkommende Afrikanische Schweinepest für notwendig. Bei Ausbruch der von Wild- auf Hausschweine übertragbaren, für Menschen ungefährlichen, Afrikanischen Schweinepest (ASP) drohen Schweinehaltungen sowie Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben im Land existenzielle wirtschaftliche Folgen. 

 Um das Risiko der Übertragbarkeit zu senken ist die Reduzierung der Schwarzwildbestände eine ganz entscheidende Maßnahme, die schon jetzt präventiv zum Einsatz kommen muss. Wir sehen das Land Sachsen-Anhalt in der Verantwortung der Seuchenabwehr und dafür notwendige Maßnahmen sind: 

  • Die sofortige Übernahme der Trichinenuntersuchungsgebühr durch das Land Sachsen- Anhalt analog des Beispiels von Sachsen (oder die Landkreise), um vor allem die Bejagung von Frischlingen zu fördern. Aufgrund ihrer geringen Vitalität gelten Frischlinge als die anfälligste Altersklasse gegenüber Krankheiten. Zudem tragen Frischlingsbachen ab dem Alter von sechs Monaten bereits zum Anwachsen der Population bei. 
  • Die Entschädigung der Landwirte für die Einrichtung von Bejagungsschneisen und Früherntemaßnahmen. Es ist künftig anzustreben, dass ähnlich wie in Bayern und Brandenburg Bejagungsschneisen im Maisanbau von vornherein angelegt werden und unproblematisch mit beantragt sowie ohne weiteren Kontrollaufwand nachgewiesen werden können. 
  • Die Aufhebung von Einschränkungen der Schwarzwildjagd in Schutzgebieten. In diesen Gebieten liegen die Schwarzwildbestände zum Teil weit über dem Landesdurchschnitt und stellen ein erhebliches Gefährdungspotential dar. 
  • Die Erlaubnis des Einsatzes von Nachtzielgeräten und künstlichen Lichtquellen als Präventionsmaßnahme. 
  • Die Befreiung der Jäger vom Standgeld und die Einführung von Hundeführerprämien für Bewegungsjagden in Landes- und Bundesforsten. 
  • Zur Erhöhung der Frischlingsstrecke und als Anerkennung der Jagdbeteiligten sollten auf Flächen des Landes- und des Bundesforstes Frischlinge mit einem Gewicht von bis zu 20 Kilogramm (aufgebrochen) kostenfrei an die Erleger oder Jagdhelfer abgegeben werden. 
Beide Verbände verweisen auf die dramatischen Folgen im Seuchenfall. Allein in Sachsen-Anhalt wären 210 Betriebe mit rund 1,18 Mio. Schweinen vom Verlust ihres Tierbestands oder von drastischen Handels- und Verbringungssperren bedroht. Wir sehen zudem die Notwendigkeit, dass eine bessere Sensibilisierung der Verbraucher über die Verbreitungswege der ASP seitens der Landesregierung umzusetzen ist. 

Auch die fleischverarbeitenden Betriebe wären von starken Umsatzeinbrüchen betroffen. Deutschlandweit werden ca. 59 Mio. Schweine jährlich in 4.177 Schlachtbetrieben geschlachtet. In der gesamten Schlacht- und Fleischindustrie sind ca. 114.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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Proberöhrchen

ASP: Erlass zur Tierseuchenbekämpfung - Prämien für Jäger 

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie erlässt eine Verordnung zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen und zur Prämierung für Jagdausübungsberechtigten. Der Erlass regelt das Prämiensystem, die Probeentnahme sowie den Versand des Entnahmematerials. Das System der Prämierung tritt ab dem 1. Februar 2018 in Kraft.

1 Vorbemerkung

Die seit einigen Jahren in Osteuropa bei Haus- und Wildschweinen vorkommende Afrikanische Schweinepest (ASP) konnte dort bisher nicht getilgt werden und stellt für andere noch nicht betroffene Staaten Europas eine permanente Gefahr dar. Das Friedrich-Loeffler-lnstitut (FLI) schätzt in seiner aktuellen Risikobewertung zur ASP ein, dass ein Eintrag der Seuche in die deutsche Wildschweinepopulation wahrscheinlicher ist als in die hiesige Hausschweinepopulation. Ferner bewertet das FLI das Seucheneintragsrisiko über die illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material und über das Verbringen von kontaminiertem Schweinefleisch oder kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen entlang der Autobahnen und Fernverkehrsstraßen als hoch. Die jüngeren Seuchenfeststellungen bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik und in Polen in der Nähe von Warschau weisen darauf hin, dass diese Einschätzung nicht unrealistisch ist. Für eine erfolgreiche Tilgung der ASP bei Wildschweinen ist es essentiell einen Seucheneintrag in die hiesige Wildschweinepopulation schnellstmöglich zu erkennen. Daher soll ein Prämiensystem für das Auffinden und Beproben toter Wildschweine (Fallwild) sowie für das Beproben von Wildschweinen, die bei/nach Wildunfällen im Straßenverkehr getötet/zur Strecke gebracht werden, eingeführt werden.

Die Erfahrungen in den bisher betroffenen europäischen Staaten haben gezeigt, dass insbesondere gefallene Wildschweine als Risikotiere anzusprechen sind, bei denen im Falle eines Seucheneintrags die Wahrscheinlichkeit am größten ist, ASP nachweisen zu können.

2 Adressaten des Prämiensystems; Höhe der Prämie

Jagdausübungsberechtigte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit gemäߧ 1 i.V.m. den§§ 23 und 24 Bundesjagdgesetz gefallene oder verunfallte Wildschweine auffinden und beproben, erhalten je untersuchungsfähiger Probe 50 Euro Prämie.

3 Adressaten außerhalb des Prämiensystems

Bedienstete der staatlichen Forstverwaltung des Landes entnehmen darüber hinaus Proben von gefallenen oder verunfallten Wildschweinen im Rahmen ihrer Dienstausübung. Sie bekommen dafür keine Prämie.

4 Probenentnahmematerial und Probenbegleitschein

Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes werden über die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte Probenentnahmematerial und Probenbegleitscheine bereitgestellt. Als Probenbegleitschein ist einheitlich das unter folgendem Weblink vom Landesamt für Verbraucherschutz (LA V) auswählbare Formular, das als Anlage diesem Erlass ebenfalls beigefügt ist, zu nutzen: https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/veterinaermedizin/formularemerkblaetter/untersuchungsantraege-fuer­tieraerztetierhalterjaeger/

Der vorgenannte Personenkreis ist darauf hinzuweisen, dass die Formulare vollständig und gut lesbar auszufüllen sind. Sofern die GPS-Koordinaten des Fundortes nicht angegeben werden können, ist die Lage des Fundortes anderweitig möglichst genau im Hinweisfeld zu beschreiben. Jagdausübungsberechtigte, die ihre Bankverbindung nicht, nicht vollständig oder ungenau angeben, können keine Prämie erhalten. Das LAV stellt den Landkreisen und kreisfreien Städten geeignete Tupfersysteme als Probenentnahmematerial in dem erforderlichen Umfang zur Verfügung.

5 Probenentnahme

Wichtig ist, dass bei der Probenentnahme ausreichend „Schweiß" (Blut) am Wattebausch des Tupfersystems anhaftet. Nähere Hinweise zur Probenentnahme sind als Anlage beigefügt und bei Bedarf in Zuständigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte zu vervielfältigen und den Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes auszuhändigen.

6 Probenlogistik

Die Proben sind von den Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes entsprechend der Hinweise zur Probenentnahme gemäß Nr. 5 sowie der Anlage dieses Erlasses zu verpacken, mit den entsprechenden Probenbegleitscheinen (Untersuchungsanträge) zu versehen und dem jeweils für den Fundort zuständigen Veterinär­und Lebensmittelüberwachungsamt zuzuleiten. Von dort werden die Proben über das Kuriersystem des LAV zum Fachbereich 4 in Stendal transportiert. Dort erfolgt die Erfassung und Untersuchung der Proben.

7 Prämienauszahlung

Das LAV übermittelt nach abgeschlossener Untersuchung bezüglich aller untersuchbarer von Jagdausübungsberechtigten eingesandten Proben elektronisch die für die Prämienauszahlung erforderlichen Angaben an die Tierseuchenkasse. Erforderliche Angaben sind mindestens:

- Name und Adresse der/des Jagdausübungsberechtigten,

- Anzahl der von ihr/ihm entnommenen untersuchbaren Proben,

- Bankverbindung (IBAN).

Die Tierseuchenkasse überweist entsprechend dieser Angaben die Prämien an die Jagdausübungsberechtigten und rechnet diese anschließend quartalsweise mit dem Land ab.

8 Schlussbestimmung und Inkrafttreten

Andere Verwaltungsvorschriften des Landes zur Regelung von Monitoringuntersuchungen bei Wildschweinen bleiben unberührt. Das System der Prämierung tritt ab dem 1. Februar 2018 in Kraft und ist bis auf weiteres anzuwenden. Das Landesverwaltungsamt unterrichtet entsprechend die Landkreise und kreisfreien Städte.

Hier den Untersuchungsantrag für Proben zum Wildschweinmonitoring herunterladen.

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Lymphknoten Afrikanische Schweinepest

Informationen zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) für Jäger und Jägerinnen:

Zur Krankheit

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche mit seuchenhaftem Verlauf. Die ASP gehört zu den wichtigsten und wirtschaftlich bedeutsamsten Viruserkrankungen der Haus- und Wildschweine.
Diese Seuche wurde sporadisch in den 1970iger Jahren in Mittel- und Südeuropa festgestellt und, mit Ausnahme von Sardinien, erfolgreich getilgt.
Seit 2007 kommt es zu einer fortschreitenden Ausbreitung der ASP in Osteuropa, ausgehend vom südlichen Russland, über die Ukraine und weiter nach Weißrussland. Ab Januar 2014 trat die ASP erstmals in Litauen und somit im EU-Gebiet auf. Inzwischen hat sich die ASP in der Wildschweinepopulation der baltischen Staaten und dem östlichen Polen festgesetzt. Im Jahr 2017 gab es einzelne von diesen Infektionsherden isolierte Ausbrüche in Tschechien und in der Nähe Warschaus. Aktuelle Informationen zur Ausbreitung der ASP finden Sie auf der Internetseite des Friedrich-Löffler Instituts unter www.fli.de.
Deutschland ist frei von ASP sowohl bei Hausschweinen als auch bei Wildschweinen. Um einen möglichen Eintrag in die Schwarzwildpopulation schnell erkennen und bekämpfen zu können, soll die Untersuchung von Risikotieren (alle gefallenen und auffälligen Tiere) intensiviert werden.

Wann muss ich den Verdacht auf ASP ausschließen lassen?

In folgenden Fällen muss ich eine Untersuchung auf Schweinepest veranlassen:
• Auffinden toter Wildschweine (Fallwild).
• Ein Wildschwein weist vor dem Erlegen Krankheitsanzeichen auf.
• Beim Aufbrechen eines Wildschweins finden sich Veränderungen an den inneren Organen.
Insbesondere in den beiden letztgenannten Fällen soll das zuständige Veterinäramt informiert werden.
Eine ASP Infektion geht mit hohem Fieber und einem deutlich reduzierten Allgemeinempfingen einher. Die Tiere erscheinen matt und kraftlos, evtl. ist die Scheu vor Menschen verloren. Typisch sind auch ausgeprägte Atemprobleme, selten auch Krampfanfälle und Nasenbluten bzw. blutiger Durchfall.
In betroffenen Gebieten in Osteuropa wurde beobachtet, dass erkrankte Tiere häufig an Suhlen und in Wassernähe anzutreffen waren. Gleichermaßen zogen sich erkrankte Tiere auch in Einstände zurück und waren zum Teil sehr schwer aufzufinden.
War es zu einem ASP Eintrag kommen, ist jedoch immer auffällig viel Fallwild gefunden worden. Somit ist das vermehrte Auftreten von Fallwild im Revier ein Alarmzeichen!
Nach dem Aufbrechen sind typischerweise Veränderungen an den Nieren, an den Lungen und auch an den Darm-Lymphknoten zu sehen.

Wie wird die Afrikanische Schweinepest übertragen?

Hauptüberträger sind virusausscheidende Schweine sowie virushaltige Aufbrüche- und Speiseabfälle. Die Tiere scheiden das Virus in sehr hohen Konzentrationen über alle bluthaltigen Flüssigkeiten aus. Auch in Nasen-, Rachen-, Augensekret und Speichel aber auch in Urin und Kot wurde infektiöses Virus gefunden. Übertragen wird die Krankheit entweder durch direkten Kontakt von Tier zu Tier (insbesondere bei Blutkontakt), oder indirekt durch Gegenstände, Schuhwerk, Kleidung (Jagdkleidung, Lederhosen sind schlecht waschbar!), über kontaminierten Boden nach dem Aufbrechen oder Futtermittel, die mit dem Virus behaftet sind. Speiseabfälle stellen ein besonderes Risiko dar, da in ihnen u. U. virushaltige Nahrungsreste (Rohwurst, Schinken, Knochen u.a.) enthalten sein können. Aus diesem Grunde hat der Gesetzgeber die Verfütterung von Speiseabfällen verboten. Dennoch können sich insbesondere Wildschweine infizieren, wenn sie achtlos weggeworfene Speisereste im Wald oder am Straßenrand aufnehmen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen erfordern Jagdreisen nach Osteuropa. Im Zweifel lassen Sie sich über notwendige und wirksame Desinfektionsmaßnahmen beraten.

Welche Proben sollen im Verdachtsfall genommen werden?

Bitte erkundigen Sie sich beim zuständigen Veterinäramt, ob die Proben im Verdachtsfall von Ihnen selbst oder durch das Veterinäramt genommen werden sollen. Abhängig vom Veterinäramt der jeweiligen Landkreise oder kreisfreien Städte gelten in Sachsen-Anhalt unterschiedliche Regelungen!
Bei Fallwild und Wild, bei dem auffälliges Verhalten beobachtet und das als krankheitsverdächtig erlegt wurde, sollen folgende Proben genommen werden:
• Blutprobe oder Tupfer von Blut oder bluthaltiger Flüssigkeit.
• Zusätzlich ist die Einsendung von Organen (insbesondere Milz) möglich.
• Bei länger toten Tieren ist die Einsendung eines großen Röhrenknochens oder des Brustbeins möglich.

Wo bekomme ich geeignete Tupfer zur Untersuchung her? Wie verwende ich den Tupfer richtig?

Eine qualifizierte Probennahme ist Voraussetzung für die frühzeitige Erkennung und Bekämpfung der ASP in der Schwarzwildpopulation! Bitte helfen Sie mit, das Risiko eines Ausbruchs zu minimieren bzw. einen Ausbruch zeitnah zu entdecken.
Trockentupfer werden ebenso wie die die Röhrchen für die Schweißproben vom Landesamt für Verbraucherschutz an die Veterinärämter ausgegeben. Die Veterinärämter legen den Weg der Weiterverteilung fest. Üblicherweise werden die Tupfer direkt über das Veterinäramt, über die unteren Jagdbehörden oder über die Kreisjägermeister weiterverteilt. Sollten akut keine Tupferentnahmesysteme vorhanden sein, sind auch normale handelsübliche Q-Tips (Ohrenstäbchen) geeignet. Solche einfachen Baumwollstäbchen müssen vor dem Versand z.B. in ein leeres Blutröhrchen verpackt werden, um Kontaminationen beim Transport zu vermeiden.
Zur Untersuchung eignen sich alle gängigen Tupfersysteme. Ein Zusatz von Medium ist nicht erforderlich. Die trockenen Tupfer werden in Blut oder ggf. in bluthaltige Flüssigkeiten getaucht. Die Tupfer müssen deutlich rötlich gefärbt sein nach der Probennahme. Bei frisch erlegten Wildschweinen sind auch eine Blutprobe und wenn nötig Organproben geeignet.
Das Virus kommt in höchsten Konzentrationen im Blut vor und ist somit auch gut aus allen bluthaltigen Probenmaterialen nachzuweisen. Bei den momentanen Umgebungstemperaturen ist das Virus in bluthaltigen Materialien mindestens 7 Monate, unter günstigen Bedingungen über Jahre nachweisbar. Selbst bei Raumtemperatur ist das Virus zum Beispiel in Blutspritzern an der Jagdkleidung noch mehrere Monate haltbar.

Wie ist der Tupfer, die Blutprobe, ggf. der Tierkörper für den Versand zu verpacken?

Der Tupfer befindet sich bei den handelsüblichen Tupfersystemen bereits in einer Umverpackung. Dieses Tupferrörchen wird anschließend in einen dicht schließenden Folienbeutel (z.B. Zip-Lock Beutel) verpackt und gemeinsam mit dem Untersuchungsantrag (siehe unten) am Kurierstützpunkt (siehe unten) abgegeben.
Blutproben werden zusammen mit 2 Papiertaschentüchern in eine auslaufsichere, bruchsichere Umverpackung gelegt (Folienbeutel, Zip-Lock Beutel) und anschließend ebenfalls mit dem Untersuchungsantrag am Kurierstützpunkt abgegeben. An den Kurierstützpunkten sollen Kisten bereit stehen, in die die Proben abgelegt werden.
Tierkörper bis 30 kg Gewicht können ebenfalls durch die Kurierfahrzeuge des LAV transportiert werden. Auch hier ist der Tierkörper in einem flüssigkeitsdichten, reißfesten Foliensack/Plastiktüte zu verpacken. Diese Tüte ist in eine zweite flüssigkeitsdichte Tüte gemeinsam mit saugfähigem Material (einige Blätter Küchenrolle o.ä.) zu verpacken. Außen an der Verpackung ist der Untersuchungsantrag anzubringen.

Wie kommen die Proben ins Labor?

Das zuständige Untersuchungslabor für eine Untersuchung zum Ausschluss der ASP ist das Landesamt für Verbraucherschutz, Fachbereich 4, Veterinärmedizin, Haferbreiter Weg 132-135 in 39576 Stendal. Der Transport von Wildproben zum Labor durch den LAV-Kurier ist kostenfrei. Eine Liste der Kurierstützpunkte mit den jeweiligen Abfahrtzeiten erhalten Sie unter folgendem Link:

https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/MS/LAV_Verbraucherschutz/service/formulare/probentransport/Tourenplan_ab_01_August_2016.pdf.

Alternativ können Proben werktags von 6:00 bis 18:00 Uhr und samstags von 7:00 bis 12:00 Uhr selbst vorbeigebracht werden. Außerhalb dieser Zeiten müssen Proben unter 03931-631-0 bzw. die dort abrufbare Mobiltelefon-Nummer angekündigt werden. Tierkörperanlieferungen sollten generell telefonisch angekündigt werden.
Wo bekomme ich den Untersuchungsantrag her?
Sofern sie den Untersuchungsantrag nicht schon mit den Probenahme Materialien erhalten haben ist der Untersuchungsantrag unter folgendem Link zum anschließenden Ausdruck auswählbar :

https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/veterinaermedizin/formularemerkblaetter/untersuchungsantraege-fuer-tieraerztetierhalterjaeger/

Es ist sinnvoll sich ein paar Exemplare ausgedruckt ins Auto zu legen. Wer über keinen Drucker oder Internetzugang verfügt kann die Untersuchungsanträge über die zuständigen Veterinärämter beziehen. Wenn die Probe direkt nach Stendal ins Labor gebracht wird, kann der Untersuchungsantrag auch vor Ort ausgefüllt werden.

Was muss im Untersuchungsantrag unbedingt ausgefüllt werden?

Auch zum Ausschluss der ASP ist der Untersuchungsantrag für Blutproben und Tupfer zum Wildschweinmonitoring zu verwenden. Auf diesem Untersuchungsantrag sind folgende Angaben unbedingt nötig: Name und Adresse des Einsenders; Jagdbezirk; zuständiges Veterinäramt und bei den Angaben zum Wildschwein, ob es sich um Fallwild, Unfallwild oder erlegtes Wild handelt und ob das Wild vor dem Erlegen normales oder krankes Verhalten gezeigt hat. Seit diesem Jahr ist das Erfassen der Geokoordinaten zum Fundort möglich und erwünscht. Falls Sie nicht die Möglichkeit haben die Geokoordinaten anzugeben, beschreiben Sie bitte den Fundort im Hinweisfeld so genau wie möglich.
Um die reibungslose Auszahlung einer ab 2018 vorgesehenen Prämie an Jagdausübungsberechtigte für das Auffinden und Beproben von gefallenem und verunfalltem Schwarzwild zu gewährleisten ist der bekannte Untersuchungsantrag um ein Feld „IBAN“ erweitert worden.Hier ist die IBAN des jeweiligen Jagdausübungsberechtigten gut lesbar und vollständig einzutragen.

Wie erfolgt die Untersuchung am Landesamt für Verbraucherschutz?

Die Tupferproben werden am Landesamt für Verbraucherschutz in Stendal mittels Real-time PCR auf Erbgut von Schweinepestvirus (Afrikanische Schweinepest und Klassische Schweinepest) untersucht.
Die Blutproben werden im Verdachtsfall ebenfalls mittels Real-time PCR auf Erbgut von Schweinepestvirus (Afrikanische Schweinepest und Klassische Schweinepest) untersucht. Zusätzlich können Blutproben auch auf Antikörper gegen Afrikanische und Klassische Schweinepest untersucht werden.
Tierkörper werden einer verkürzten Sektion unterzogen, bei der Organproben zur Untersuchung mittels Real-time PCR auf Erbgut von Schweinepestvirus (Afrikanische Schweinepest und Klassische Schweinepest) sowie auf die Erreger von Aujeszkyscher Krankheit, Brucellose und Hepatitis E entnommen werden.

Wer bekommt die Ergebnisse der Untersuchung? Wie erfahre ich als Jäger*in was bei meiner Einsendung rauskam?

Momentan ist es nicht möglich, den Jagdausübungsberechtigten einen Befund über die Untersuchung zukommen zulassen. Die Ergebnisse der Untersuchungen erhalten ausschließlich die zuständigen Veterinärämter. Interessierte Jäger*innen können dort frühestens 10 Tage nach Einsendung der Probe nachfragen ob Ergebnisse aus dem eigenen Jagdbezirk vorliegen.

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