10 Okt

Änderungen Jagdrecht in Kraft getreten

Jagdgesetz 1

Mit der Veröffentlichung im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Sachsen-Anhalt sind die Änderungen des Landesjagdgesetzes am 08.Oktober in Kraft getreten. Die Änderungen beinhalten unter anderem eine neue Wildschadensregelung, eine ganzjährige Jagdzeit für die Nilgans und die Aufhebung des Schalldämpferverbotes. Letzteres gilt vorerst nur für in Besitz befindliche Schalldämpfer. Neueintragungen können von den Behörden erst nach Änderung des Waffengesetzes genehmigt werden. Am 18.Nov. 2018 urteilte das Bundesverwaltungsgerichtes Leipzig, das aus der geltenden Waffengesetzgebung keine ausreichende Erlaubnis zum Einsatz von Schalldämpfern im Jagdbetrieb hervorginge. Das Bundesinnenministerium kündigte daraufhin an, das Waffengesetz in diesem Punkt anzupassen und die Befugnisse für Jäger zu erweitern. Die Regierung will das neue Waffengesetz noch in diesem Jahr verabschieden.

Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt 2019 

Übersicht Änderungen Landesjagdgesetz Sachsen-Anhalt 2019 

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01 Okt

Wilde Freiluft-Küche

WildaufFisch

Zwei Tage lang haben Angler, Jäger und Imker gemeinsam gekocht und gegrillt. Herausgekommen sind ein Dutzend kreative Rezepte. Ein Fokus: invasive Arten. Videos und Rezepte gibt es bei wild-auf-wild.de.

Ein Dutzend Gerichte in zwei Tagen: Auf dem Hof von Falkner und Fischzüchter Torsten Pistol, Chef von Pistole Hardcorefood, haben Jäger, Angler, Imker und Köche kreative Rezepte unter freiem Himmel getestet. Mit dabei: Köchin Mora Fütterer von MoCuisine, die Köche Markus Laue und Sebastian Kapuhs, Angellehrer Jörg Strehlow und Rob Reinkemeyer, Leiter der Grillschule Kakato. Sie haben mit einfachsten Mitteln und hochwertigen Zutaten aus der Region unwiderstehliche Gerichte über offenem Feuer gezaubert. Der Deutsche Angelfischerverband (DAFV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) haben die Aktion ins Leben gerufen.

Beim Outdoor Cooking sind leckere Gerichte aus Wildbret, Fisch, Krebstier und Honig entstanden. Auf dem Kochplan standen bekannte Lebensmittel wie Forelle oder Wildschwein - und exotische wie Schwarzmeer-Grundel, Signalkrebs oder Nutria. Letztere hat der Mensch eingeschleppt, sie breiten sich rasch aus und bedrohen heimische Arten. Angeln, jagen und imkern sind schonende Formen der Naturnutzung und bieten unverfälschte Naturerlebnisse. Die anfallenden Nahrungsmittel erfüllen wichtige Kriterien: Sie sind ursprünglich, frisch, regional und nachhaltig erzeugt.

Videos und ausführliche Rezepte gibt es auf wild-auf-wild.de und auf dafv.de. „Wild auf Wild“ ist auch auf Facebook und Instagram zu finden.

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29 Aug

Landtag Sachsen-Anhalt beschließt Änderungen im Jagdgesetz

Landtag_Siegbert Heiland

Land setzt neue Maßstäbe im Bereich der Wildschadensvermeidung.

Am 28. August hat der Landtag das Dritte Gesetz zur Änderung des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt beschlossen. „Wir haben lange gerungen doch die Anstrengung hat sich gelohnt", erklärt Geschäftsführer Wilko Florstedt. „Erfolgreich hat der Landesjagdverband die Mitwirkungspflicht der Landwirte zur Wildschadensvermeidung durchgesetzt. Schadensersatz in Mais- und Rapsflächen kann nur noch dann geltend gemacht werden, wenn eine Bejagung der Flächen durch Bejagungsschneisen ermöglicht wurde.“ 

Zu den Erfolgen des Verbandes gehören auch die Aufhebung des Verbotes von Schalldämpfern, die Einführung einer Jagdzeit für die Nilgans und die Erlaubnis bei Erntejagden von mobilen Ansitzeinrichtungen zu jagen. Durch intensive Gespräche konnte der Verband sich auch beim Problem Jagdkataster durchsetzen. Die Genossenschaften haben nun Zugriff auf eine digitale Fassung zum ermäßigten Behördentarif. 

 Das Präsidium des Landesjagdverbandes dankt der Obersten Jagdbehörde und dem Landtag für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und teilt mit: „Durch die Änderungen konnten wir wichtige Reformen im Land umsetzen. Es ist ein Meilenstein das die Vermeidung von Wildschäden heute nicht mehr allein beim Jäger liegt, sondern auch der Landwirt zur Mitwirkung verpflichtet wird.“ sagt Vizepräsident Jörg Matthies. 

 Die nachfolgende Kurzfassung gibt einen ersten Überblick über die inhaltlich wichtigsten Änderungen: · 

  •  Einführung einer Mitwirkungspflicht für Landwirte zur Verhinderung von Wildschäden in Mais und Rapskulturen (§ 35 Abs. 1) 
  • Aufhebung des Schalldämpferverbots (§ 23 Abs. 2) 
  • Aufnahme der Nilgans in das Jagdrecht Sachsen-Anhalts (§ 4) · Aufhebung des Elterntierschutzes für Nutria (§ 27 Abs. 5) 
  • Ausnahmeregelung bei Erntejagden für den Einsatz mobiler Ansitzeinrichtungen (§ 23 Abs. 1 Nr. 1) 
  • Jagdkatasterdaten für Jagdgenossenschaften zum Selbstkostenpreis (§14 Abs. 6) 
  • Erleichterungen bei der Übertragung von Vollmachten zur Vertretung in der Jagdgenossenschaften (§ 14 Abs. 4 ) 
  • Einführung freiwilliges Moratorium zum Rebhuhn  
  • Einführung von regionalen Schonzeiten für die Türkentaube 
  • Verlängerung des temporären Abschussverbots für den Iltis um ein Jahr 
  • Erweiterte Befugnisse beim Aussetzen von Wild (§33) 
  • Aufhebung des Fütterungsverbots für Rebhuhn- und Fasanenküken in Aufzuchtanlagen (§34 Abs. 4)
Das Gesetz tritt am Tag seiner Verkündung im Gesetz- und Verordnungsblatt des Landes Sachsen-Anhalt in Kraft. 

(Quelle Foto: Siegbert Heiland, https://de.wikipedia.org/w…/Datei:Foto-_Siegbert_Heiland.jpg, „CC-by-sa 3.0/de“)

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21 Aug

Vereinbarung zur Kormoranvergrämung in Sachsen-Anhalt geschlossen

Kormoran Bestandsentwicklung

Die Präsidenten des Landesjagdverbandes, des Landesanglerverbandes, des VDSF- Landesanglerverbandes und des Landesfischereiverbandes unterzeichneten eine Vereinbarung zur Kormoranvergrämung, um einen Beitrag zum Schutz der natürlichen Fischfauna zu leisten und fischereiwirtschaftliche Schäden künftig besser abwenden zu können.

Die Zahl der Kormorane hat in den vergangenen 30 Jahren in Sachsen-Anhalt deutlich zugenommen. Wie wissenschaftliche Studien belegen, haben die fischfressenden Vögel zum Teil gravierende, bestands- dezimierende Auswirkungen auf die bestehende Ichthyofauna in einzelnen Gewässern in Sachsen-Anhalt. Zum Schutz der natürlichen Fischfauna und der Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schä- den durch Kormorane, hat das Land Sachsen-Anhalt eine Kormoranverordnung im September 2014 erlassen. Das Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt hat mit Urteil vom 22. November 2017 im Rahmen eines vom NABU Landesverband beantragten Normenkontrollverfahrens die Rechtmäßigkeit der Kormoranverordnung des Landes bestätigt. Die Beschwerde des NABU vor dem Bundesverwaltungs- gericht gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts hat das Bundes- verwaltungsgericht mit Beschluss vom 31. Juli 2018 zurückgewiesen. Die damit als rechtskräftig bestä- tigte Kormoranverordnung gestattet berechtigten Personen, in bestimmten Bereichen Kormorane zu bejagen, beziehungsweise die Errichtung von neuen Brutkolonien zu verhindern. Zum Schutz der heimischen Fischbestände kann die Vergrämung nur im engen Zusammenwirken mit den für die Gewässer zuständigen Fischerei- und Jagdausübungsberechtigten gelingen. Grundlage des Zu- sammenwirkens ist die oben genannte Vereinbarung. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. bittet seine jagdausübungsberechtigten Mitglieder, die Fischer und Angler des Landes bei der Kormoran- vergrämung zu unterstützen. Dazu werden folgende Abläufe vereinbart: 

 1. Die Fischereiausübungsberechtigten beziehungsweise die Bewirtschafter von Gewässern informieren die Jagdausübungsberechtigten über die Notwendigkeit der Vergrämung zum Schutz der Fischfauna und zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden. 

 2. Gemeinsam stimmen sie die erforderlichen Maßnahmen auf Grundlage der geltenden rechtlichen Vorgaben ab. 

 3. Die Binnenfischereiunternehmen oder örtlichen Angelvereine unterstützen den Jagdausübungsberech- tigten organisatorisch, materiell und personell.

4. Die Maßnahmen und Streckenergebnisse werden durch den Jagdausübungsberechtigten der Oberen Naturschutzbehörde jährlich bis zum 15.02. mitgeteilt und dem Fischereiausübungsberechtigten zur Verfügung gestellt.

Hinweise zur Bejagung von Kormoranen gemäß Kormoranverordnung des Landes Sachsen-Anhalt 

 Zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden und zum Schutz der natürlich vor- kommenden Fischfauna dürfen berechtigte Jäger Kormorane in bestimmten Bereichen bejagen und die Entstehung neuer Brutkolonien verhindern. Dabei muss Folgendes beachtet werden:  

• Bejagung nur auf, über und in einem Gebiet von 300m um fischereilich genutzte Gewässer und Aqua- kulturanlagen. 

• Ausgenommen sind Naturschutzgebiete, Kernzonen von Biosphärenreservaten, Naturdenkmale, Europä- ische Vogelschutzgebiete, befriedete Bezirke nach § 7 Abs. 1 des Landesjagdgesetzes für Sachsen- Anhalt sowie Flächen, die nach § 7 Abs. 2 Nrn. 1 und 3 des Landesjagdgesetzes für Sachsen-Anhalt oder § 6a Abs. 1 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes zu befriedeten Bezirken erklärt worden sind. 

• Der Abschuss ist zulässig vom 16. August bis 15. März des Folgejahres, in der Zeit eineinhalb Stunden vor Sonnenaufgang und eineinhalb Stunden nach Sonnenaufgang unter Beachtung des Elterntierschutzes. 

• Die Entstehung neuer Brutkolonien darf in dieser Zeit mit Zustimmung des Grundstückeigentümers und unter Anzeige bei der der Oberen Naturschutzbehörde (mindestens 1 Woche vor Durchführung der Maßnahme) verhindert werden. Der Revierinhaber ist verpflichtet, innerhalb eines Monats nach Durchfüh- rung der Maßnahme der oberen Naturschutzbehörde gemäß Muster zu berichten. 

• Im Zeitraum vom 16. März bis 15. August dürfen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nur im Jugendkleid befindliche (immatur gefärbte), nicht am Brutgeschäft beteiligte Kormorane bejagt werden. Die Verhinderung der Entstehung neuer Brutkolonien ist in dieser Zeit unzulässig. 

• Die getöteten Tiere dürfen in Besitz genommen, aber nicht vermarktet werden. Es besteht eine Entsor- gungspflicht. Beringte Vögel oder einzelne Kennzeichnungsringe sind der Oberen Naturschutzbehörde zeitnah zu übergeben. 

• Der Revierinhaber hat stets eine aktuelle Liste (gem. den Vorgaben der oberen Naturschutzbehörde) über die in einem Kalenderjahr erlegten Kormorane zu führen und legt diese jährlich bis zum 15. Feb- ruar der oberen Naturschutzbehörde vor. Eine Meldung soll nur erfolgen, wenn Kormorane erlegt wur- den.

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19 Jun

Trauer um Dr. Jordan

Dr. Jordan

Wir trauern um unseren Präsidenten, Dr. Hans-Heinrich Jordan, der am 18.06.2019 nach kurzer Krankheit von uns gegangen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. In stiller Trauer - das Präsidium und die Geschäftsstelle des LJV Sachsen-Anhalt.

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