14 Aug

Jagdbilanz: mehr Schwarzwild, weniger Rehwild

Schwarzwild Wald

Sachsen-Anhalts Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison deutlich mehr Wildschweine und Waschbären erlegt. Rehe und Rotwild wurden jedoch seltener geschossen als im Vorjahr. Das geht aus einer Statistik des Landesverwaltungsamtes hervor, die die Behörde auf Anfrage vorlegte. Demnach schossen die Jäger von Anfang April 2017 bis Ende März 2018 49 165 Wildschweine - rund 10 000 mehr als in der Vorsaison. Bei Waschbären stieg die Zahl der erlegten Tiere um etwa 5000 auf 29 616.

Insgesamt schossen die Jäger im vergangenen Jagdjahr rund 109 000 Stück Schalenwild - nie war die Zahl in den vergangenen sechs Jahren höher. Zu Schalenwild zählen neben Wildschweinen auch Rotwild, Damwild, Muffelwild und Rehwild. Im Gegensatz zu den Wildschweinen gingen die Abschusszahlen bei allen anderen Arten leicht zurück. So wurden zum Beispiel 49 511 Rehe geschossen - rund 1100 weniger als im Vorjahr. Beim Rotwild sank die Zahl der geschossenen Tiere um etwa
700 auf 5224, beim Damwild um rund 350 auf 4549.

Die Bejagung von Wildschweinen (Schwarzwild) gilt als wichtige Voraussetzung, um einen Ausbruch der Tierseuche Afrikanische Schweinepest zu verhindern. Wildschweine könnten die Seuche einschleppen, die sich vor allem in Osteuropa ausbreitet. Zuletzt waren größere Ausbrüche in Lettland und Litauen gemeldet worden.

Agrarstaatssekretär Ralf-Peter Weber hob am Montag das gute Jagdergebnis bei den Wildschweinen hervor. «Ich freue mich außerordentlich über dieses Rekordergebnis und danke allen Jägerinnen und Jägern im Land. Der Streckenzuwachs beim Schwarzwild ist beeindruckend. Sie sind Ihrer Verantwortung nachgekommen und haben dazu beigetragen, den Schwarzwildbestand zu senken. In Zeiten der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention.»

Sachsen-Anhalt zahlt Jägern eine Prämie von 50 Euro, wenn sie tote Wildschweine finden und untersuchen lassen. Das Land unterstützt auch das Anlegen von Bejagungsschneisen auf den Feldern. Einzelne Landkreise erlassen den Jägern die Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung getöteter Wildschweine. Jäger und Bauern fordern ein einheitliches Vorgehen und mehr Koordination im Land.

Die Afrikanische Schweinepest verläuft für die infizierten Tiere in der Regel tödlich. Es gibt keinen Impfstoff. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich, eine Einschleppung in Zuchtbetriebe könnte aber zu großen wirtschaftlichen Schäden führen. In Sachsen-Anhalt gibt es 3070 Schweinehaltungen mit rund 1,2 Millionen Tieren. Die Hygiene in den Schweineställen wird nach Angaben des Ministeriums deshalb regelmäßig von Tierärzten kontrolliert. (Quelle: dpa/sa)

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18 Jul

GPS-Förderung,Erdhundsender und Hundeschutzwesten

Umfangreiche Förderungen im Jagdhundewesen auch dieses Jahr wieder erhältlich

Garmin

Umfangreiche Förderungen im Jagdhundewesen auch dieses Jahr wieder erhältlich Die verstärkte Bejagung von Schwarzwild erfordert einen erhöhten Einsatz entsprechend ausgebildeter Jagdhunde. Häufigste Unfallursache für Jagdhunde ist und bleibt die Nachsuche. Zur Minderung des Verletzungsrisikos durch wehrhaftes Wild, haben sich in der Praxis die Ausrüstung der Jagdhunde mit Schutzwesten sowie der Einsatz von GPS-Ortungsgeräten bewährt. In Abstimmung mit der Oberen Jagdbehörde fördert der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt für seine Mitglieder im Zeitraum zwischen 04.07.2018 und 15.11.2018 die Anschaffung folgender Ausrüstungsgegenstände für ihren Jagdhund. Schutzwesten Für die Anschaffung einer Hundeschutzwesten wird ein Zuschuss von 150€ gewährt. Voraussetzung ist der Beleg einer erfolgreichen Prüfung in den Fächern D – Schweiß und/oder F – Stöbern, mit entsprechenden Nachweis über den Spur- und Fährtenlaut. Eine alleinige Prüfung im Schwarzwildgatter (Fachgruppe D) kann nur mit einer erfolgreich abgelegter Stöberprüfung und einem Nachweis über das spurlaute jagen anerkannt werden. Eine Vorlage der Rechnung als Kopie ist notwendig. Ortungsgeräte Für den Erwerb eines GPS-Hundeortungsgerätes für Jagdhunde wird ein Zuschuss von 150€ gewährt. Voraussetzung ist der Nachweis einer bestandenen Schweißprüfung oder einer bestandenen Prüfung der Fachgruppe E Bauarbeit und die Vorlage der Rechnung als Kopie. Für Jagdhunde, die auf einer Stöberprüfung ihren Spur- Und Fährtenlaut erbracht haben, kann eine Förderung von 80% für die Anschaffung eines GPS-Ortungsgerätes per Bescheid bewilligt werden. Darüber hinaus kann auch bestätigten Schweißhundeführern des Landes Sachsen-Anhalt, eine solche Förderung gewährt werden. Voraussetzung ist neben diesen Nachweisen, ist die Vorlage von 3 Kostenangeboten und entsprechender Begründung, sofern es sich bei dem Wunschmodell nicht um das wirtschaftlichste Angebot handelt.

Die aus Mitteln der Jagdabgabe geförderte Bezuschussung ist außerdem an folgende Bedingungen geknüpft:

1. Alter der Hunde bis zum vollendeten 8. Lebensjahr

2. Anzahl maximal 2 Westen bzw. Ortungsgeräte pro Hundeführer

3. Anschaffungszeitraum 04.07.2018 – 15.11.2018

4. Zweckbindungsfrist 5 Jahre ab Lieferung Wir weisen darauf hin, dass kein Rechtsanspruch auf die genannten Förderungen besteht. Der entsprechende Förderantrag ist auf der Internetseite des Landesjagdverbandes im Bereich Jagdhundeführer abrufbar. Legen Sie dem Antrag den geforderten Kaufbeleg mit Datum, die entsprechenden Prüfungsnachweise und /oder Kostenvoranschläge als Kopie bei.

Antrag auf Förderung von Ortungsgeräten, Bauhundsendern und Hundeschutzwesten

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15 Jul

ASP: EFSA bewertet Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung

ASP

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat Strategien für das Management von Wildschweinen in verschiedenen Stadien einer Schweinepestepidemie ermittelt, die beschreiben, was vor, während und nach einem Krankheitsausbruch zu tun ist. Wildschweine spielen nachweislich eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit.

In einem heute veröffentlichten wissenschaftlichen Gutachten untersuchen Sachverständige der EFSA die Dichte der Wildschweinpopulation in Europa und bewerten Maßnahmen, um diese zu verringern und infizierte Wildschweine von nicht infizierten fernzuhalten. Außerdem ermittelten sie Möglichkeiten zur frühzeitigen Erkennung der Seuche.

Um das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu reduzieren, sollten Maßnahmen wie die intensive Bejagung und das Nichtfüttern von Wildschweinen durchgeführt werden. Während einer Epidemie sind Aktivitäten, die zu einer verstärkten Bewegung von Wildschweinen führen könnten, zu vermeiden (z.B. intensive Treibjagden).

Die Sachverständigen konnten keinen Schwellenwert für die Wildschweindichte festlegen, unterhalb dessen das Virus sich nicht ausbreiten würde – die Afrikanische Schweinepest hat auch in Gebieten Fuß gefasst, in denen nur wenige Wildschweine vorkommen.

Zur Verbesserung der Bereitschaft betont das Gutachten die Bedeutung eines regelmäßigen Dialogs zwischen allen beteiligten Akteuren.

Christian Gortazar, Vorsitzender der EFSA-Arbeitsgruppe für Afrikanische Schweinepest, erklärte: „Die Sachverständigen waren sich einig, dass es zur Bekämpfung dieser Tierseuche unerlässlich ist, das Bewusstsein in der Gesellschaft für die Krankheit zu schärfen und den Menschen Anreize für die Meldung von Wildschweinkadavern zu bieten.“

Die passive Überwachung – das Melden toter Wildschweine – ist und bleibt der effektivste Weg zur frühzeitigen Erkennung neuer Fälle der Afrikanischen Schweinepest in zuvor nicht befallenen Gebieten.

Ruf nach vergleichbaren Daten

Das Gutachten betont, dass die Erhebung von Informationen über Wildschweine in der EU harmonisiert werden sollte, um die Vergleichbarkeit der Daten zu erhöhen.

Um dieses Desiderat zu füllen, finanziert die EFSA das Projekt ENETWILD mit dem Ziel, Daten über die geografische Verbreitung und Häufigkeit von Wildschweinen in ganz Europa zu sammeln und zu harmonisieren.

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02 Jun

Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2018

29. Landesmeisterschaft im jagdlichen Schießen 2018

Trap Flinte


Edgar Schmidt ist bester Schütze mit 335 Punkten. In der Mannschaftswertung erringt Genthin den ersten Platz.

„Hepp“ ruft ein Schütze in Richtung der neuen Abruf-Anlage auf dem Trap-Stand in Schönebeck, doch nichts passiert. Zwei dreimal wiederholt er seinen Ausruf, angespannt in Erwartung der Wurfscheibe, doch erneut verbleibt diese im Bunker. Die Schießstandaufsicht empfiehlt, es mit tieferer Stimme zu versuchen. Der Schütze wiederholt und ohne Verzögerung verlässt die Tontaube die Wurfanlage. Der erste Schuss aus der Bockflinte lässt die orangene Scheibe zerbersten, Treffer. Seit diesem Jahr gilt die neue DJV-Schießvorschrift, wonach u.a. die Wurfscheibe auf dem Trap- und Skeetstand nicht im Voranschlag durch Absenken des Laufes gefordert, sondern per Zuruf durch eine technische Anlage unverzüglich ausgeworfen wird. „Eine Umstellung für die Schießstandaufsicht und natürlich für die Schützen“, erklärt Klaus-Peter Dittrich, Landesobmann im Jagdlichen Schießen. „Wir haben die neuen Abrufanlagen auf dem Schießstand installiert und somit die Möglichkeit nach neuem Reglement zu trainieren. Eine gute Vorbereitung auf die anstehende Bundes- und Ostdeutsche Meisterschaft“, so Dittrich weiter. Die technische Anlage soll die menschliche Verzögerung wett machen und somit für gleiche Wettkampf-Bedingungen sorgen. Dass einige der knapp 120 Schützen nun erstmals auf der Landesmeisterschaft unter den neuen Bedingungen antraten ist gewiss eine Herausforderung. „Es zeigt sich, dass die Jägerinnen und Jäger, die sich auch in ihren Kreisgruppen engagieren, bei der Landesmeisterschaft Höchstleistungen zeigen und damit der Anspruch tierschutzgerecht zu jagen, weiter untermauert wird. Sowohl von den jungen als auch erfahren Jägern wünsche ich mir, dass der Schießstand regelmäßig genutzt wird, um die jagdlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Interesse von Wild, Jagd und Natur immer weiter zu verbessern“, sagt Dr. Pieter Ziems, Vizepräsident LJV Sachsen-Anhalt. „Insbesondere für jugendliche Jäger wollen wir einen Anreiz schaffen, sich im Schießwesen zu engagieren“ führt Ziems fort. Der Landesjagdverband stellt Munition für das Training der Junioren-Mannschaft zur Verfügung, ermöglicht Vergünstigungen für den Besuch der Trap- und Skeetstände und bietet finanzielle Unterstützung bei der Teilnahme an der Bundesmeisterschaft.

Anfang Juni traten rund 120 Schützen auf dem Schießstand in Schönebeck im Salzlandkreis zur 29. Landesmeisterschaft gegeneinander an. Die Wertung erfolgte in unterschiedlichen Klassen. Geschossen wurde mit Flinte und Büchse nach den Vorgaben der DJV-Schießvorschrift. Teilnehmer der Damen- Junioren-, Senioren-, und Altersklassen sowie der offenen Klasse wetteiferten bei angenehmen Temperaturen um möglichst viele Ringe und Wurfscheiben. 25 ehrenamtliche Helfer, davon drei Kampfrichter pro Stand sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Acht Uhr begann der jährliche Wettbewerb in exponierter Lage im Grünen. 18 Uhr fand nach Auswertung der Ergebnisse die feierliche Siegerehrung statt. Mit beeindruckenden 335 Punkten wurde Edgar Schmidt aus Gardelegen bester Schütze der Altersklasse sowie Gesamtsieger der Landesmeisterschaft. Ebenfalls aus Gardelegen, erreichte Jürgen Aderhold den ersten Platz in der Seniorenklasse mit genau 300 Punkten. Bester Schütze der Junioren-Klasse wurde Richard Hertel aus Genthin mit 326 von 350 möglichen Punkten. In der offenen Klasse erreichte Dirk Köhler aus Zerbst mit 331 Gesamtpunkten den ersten Platz, dicht gefolgt von Ronald Mnich aus dem Bördekreis mit 330 Punkten. Beste Schützin wurde Karina Gaedecke aus Klötze mit 241 Punkten. In der Mannschaftswertung belegte Genthin den ersten Platz, gefolgt von Gardelegen und Osternburg. Neben Urkunde und Medaille erhielten die Erstplatzierten noch hochwertige Sachpreise, gesponsert vom Landesjagdverband. Unter allen Teilnehmern wurde zudem ein Fernglas der Firma Steiner verlost.

Ergebnislisten als PDF herunterladen:

Damenklasse

Juniorenklasse

Altersklasse

Seniorenklasse

Offene Klasse

Mannschaftswertung

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  • Trap Flinte

  • laufender Keiler

  • Büchse

  • Büchse

  • Flinte

  • Trap

  • Richter

  • Trap-Stand

  • 100 Meter Bahn

  • Junioren

  • Damenklasse

  • Junioren

  • Senioren

  • Altersklasse

  • Offene Klasse

  • Mannschaft

  • Siegerehrung

  • Siegerehrung

26 Mai

Landesjägertag in Wernigerode

Dr. Jordan

Jägern fordern einheitliche Regelung zur ASP-Prävention.

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt (LJV) erwartet am 26. Mai zum Landesjägertag im Kultur- und Kongresshotel Wernigerode den Staatssekretär im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Dr. Ralf-Peter Weber und den Präsidenten des Deutschen Jagdverbandes, Hartwig Fischer. Ein zentrales Thema der jährlichen Veranstaltung sind Präventionsmaßnahmen im Zuge der voranschreitenden Afrikanischen Schweinepest. Der Präsident des LJV, Dr. Jordan, fordert: „Unsere Jägerinnen und Jäger brauchen einheitliche Regelungen. Präventionsmaßnahmen zur Bekämpfung der ASP funktionieren nur, wenn sie im gesamten Bundesland umgesetzt werden“. Vorschlag des LJV ist es, die Trichinenuntersuchungsgebühr in Sachsen-Anhalt für drei Jahre auszusetzen.

Der Empfehlung des LJV, die Gebühr landesweit zu erlassen, wird durch die ASP-Sachverständigengruppe des Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft und Energie (MULE) unterstützt. Die erfolgreiche Umsetzung liegt nun in der Verantwortung des für den Verbraucherschutz zuständigen Sozialministeriums.

Bereits im Herbst vergangenen Jahres traf sich die Arbeitsgruppe „Veterinäre“ in der Geschäftsstelle des LJV in Langenweddingen. Vertreter der Abteilung für Veterinärwesen, Tierschutz, Tierarznei- und Futtermittel des Ministeriums, sowie der Obersten und Oberen Jagdbehörde, des Landesjagdverbandes, der Tierseuchenkasse und des Veterinärwesens tauschten Ihren Kenntnisstand aus und berieten fachlich fundiert über die zu treffenden Maßnahmen im Land Sachsen-Anhalt.
Bereits Anfang 2018 ergriffen die Landkreise Altmarkkreis Salzwedel, Stendal und der Salzlandkreis die Initiative, die Trichninenuntersuchungsgebühr auszusetzen. Ziel dieser Aussetzung ist es, die Bejagung des Schwarzwildes zu fördern.

Der Landesjägertag ist das höchste Gremium des Landesjagdverbandes. Erwartet werden zirka 290 Delegierte aus den Kreisverbänden sowie 60 Gäste.

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