19 Jun

Trauer um Dr. Jordan

Dr. Jordan

Wir trauern um unseren Präsidenten, Dr. Hans-Heinrich Jordan, der gestern nach kurzer Krankheit von uns gegangen ist. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. In stiller Trauer - das Präsidium und die Geschäftsstelle des LJV Sachsen-Anhalt.

...weiterlesen ...fertig
03 Jun

Landesjagdverband stellt Geschäftsbericht vor

Verbandswesen, Aktivitäten und jagdliche Belange in Sachsen-Anhalt - alljährlich zur Landesdelegiertenversammlung veröffentlicht der Landesjagdverband seinen Geschäftsbericht für das zurückliegende Jagdjahr.

Als anerkannter Naturschutzverband und Träger öffentlicher Belange informiert der LJV Sachsen-Anhalt über seine verbandspolitische Arbeit, Aus- und Weiterbildungen sowie über Fakten und Erkenntnisse zu Wild, Jagd und Natur. Der Geschäftsbericht wird stets im Mai eines jeden Jahres auf dem Landesjägertag vorgestellt und anschließend auf der Internetseite veröffentlicht.

Die Entwicklung der Feldhasenpopulation bedarf insbesondere in Sachsen-Anhalt einer stetigen Kontrolle. Im Rahmen des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands beteiligen sich ausgewählte Reviere im Bundesland an der regelmäßigen Taxation. Der LJV veröffentlicht im Geschäftsbericht die ausgewerteten Daten sowie konkrete Zahlen zu Fallwild und Jagdstrecke. Aufgrund des alarmierend niedrigen Bestands, auch anderer Niederwildarten wie der des Rebhuhns, organisiert der LJV bereits seit 1994 Biotopverbesserungen, wie die Anlage von Hecken, Remisen und Feldgehölzen. Die detaillierte Förderung, auch durch die Unterstützung der Jagdabgabe, sowie die genaue Übersicht über bereits erfolgte Pflanzmaßnahmen finden sich in dem 38-seitigen Bericht.

Zum Schutz der heimischen Flora und Fauna ist zudem die Überwachung gebietsfremder Arten zwingend erforderlich. Insbesondere wir Jäger nehmen Veränderungen in den Revieren schnell wahr und können darauf reagieren. Seit 2006 werden, im Rahmen des Wildtiermonitorings, invasive Arten wie Waschbär, Marderhund und Mink erfasst und kartiert. Auf Grundlage dieser regelmäßigen Bestandserfassungen liefern die Jägerschaften wichtige Erkenntnisse zur Verbreitung und Etablierung der Arten auf dessen Grundlage notwendige Managementmaßnahmen erarbeitet werden können. Beispielsweise die Förderung zahlreicher Lebendfang-Fallen durch den LJV und weiterführend die Bereitstellung diverser Kühlsysteme zur Einlagerung von Fuchs- und Waschbär-Balg werden im Geschäftsbericht detailliert vorgestellt.
Der Umgang mit der Waffe ist elementarer Bestandteil unseres Handwerks - die regelmäßigen Meisterschaften im jagdlichen Schießen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene Teil des Verbandslebens. Der Landesjagdverband berichtet über die Ergebnisse und schafft Anreize, sich im Schießwesen zu engagieren. Wussten Sie, dass Max Kellermann mit 17 Jahren jüngster Teilnehmer der vergangenen DJV-Bundesmeisterschaft war und am Skeetstand 15/0 Tauben schoss?
Noch deutlich jünger war der sechsjährige Mathes auf dem Landesbläsertreffen 2018, der mit Signalen wie „Hase tot“ bereits ein umfassendes Repertoire aufweisen konnte. Drei Seiten im Geschäftsbericht widmen sich dem Jagdhornblasen, einem wichtigen Bestandteil unserer Kultur und des jagdlichen Brauchtums.
Seinen Mitgliedern einen Service zu bieten ist ebenso Aufgabe des Verbandes.
Eine Übersicht von Rabatten auf Wildkühl- und Vakuumiertechnik, Mobilfunk, PKW, Hundeschutzwesten sowie verschiedene Versicherung stellt der LJV im Geschäftsbericht dar.

Hier den Geschäftsbericht als PDF herunterladen.

...weiterlesen ...fertig
11 Mai

Bestand und Ausbreitung des Wolfes unterschätzt

Karte Verbreitung Wolf

Landesjagdverband tagt in Wernigerode und legt aktuelle Zahlen zur Ausbreitung des Wolfes vor.

Im östlichen und nördlichen Teil des Landes haben Jäger 2018 nahezu flächendeckend Wolfsvorkommen dokumentiert. Zu diesem Ergebnis kommt der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt (LJV), der Monitoringdaten der Jahre 2014, 2016 und 2018 ausgewertet hat. Kooperationspartner waren die Universität für Bodenkultur Wien - Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft und das Thünen-Institut für Waldökosysteme Eberswalde. Um einen fundierten Überblick über die Verbreitungsgebiete des Wolfes zu erhalten, erfassen die Jägerinnen und Jäger Sachsen-Anhalts gesichtete Wölfe. Die Tiere breiten sich sehr dynamisch im Land aus.
Aktuell beobachten die Jägerschaften die Besiedlung des Harzes. Die Wölfe wandern dabei nach Kenntnisstand sowohl aus nördlicher Richtung von der Altmark und der Braunschweiger Region, als auch von östlicher Richtung kommend in das Mittelgebirge ein. Zunehmende Meldungen aus dem Saalekreis lassen auch vermehrt südwärts gerichtete Wanderbewegungen erwarten.
Auf dem Landesjägertag in Wernigerode fordert der Landesjagdverband folgende Punkte: 


• Aufnahme des Wolfes in das Bundesjagdgesetz
• Erarbeitung eines bundesweiten Managementplans zur planmäßigen Regulierung des Wolfsbestandes
• Festlegung von Akzeptanzgrößen im Rahmen einer Wildökologischen Raumplanung

LJV-Geschäftsführer Wilko Florstedt schätzt ein: „Der Wolf erzeugt einen Artenschutzkonflikt.“ Ein wichtiges Naturschutzmittel für mehr Biodiversität ist die extensive Beweidung. „Es gelingt nur ein Großteil der Hotspots der Artenvielfalt zu erhalten, wenn Rinder und Schafe eine Verbuschung durch Beweidung verhindern.“ Damit das so bleibt, fordert der LJV für den Wolf eine wildökologische Raumplanung in drei Kategorien: 

 
1. Wolfsschutzareale
2. Wolfsmanagementareale wo die Bestände planmäßig reguliert werden
3. Wolfsausschlussareale 


Auch im Harz könnte der Wolf sich nachteilig auswirken. Dort leben noch rund 1000 Wildschafe (Mufflons) die laut internationaler Naturschutzorganisation (IUCN) stark bedroht sind. „Auch das Mufflon im Harz verdient unseren Schutz. Mit seinem Genpool trägt es dazu bei, die europäische Population zu stabilisieren.“ sagt Florstedt und fordert ein Erhaltungskonzept.

...weiterlesen ...fertig
31 Jan

Wildbretatlas

Wildbretatlas Sachsen-Anhalt

Wildbretatlas Logo

Der Atlas enthält vielseitige Informationen rund um das Thema Wild. Anbieter von Wildfleisch sowie Restaurants, die vorwiegend Wild auf ihrer Speisekarte haben, werden in einem Verzeichnis mit Kontaktdaten vorgestellt und sind zur Übersicht auf einer Karte dargestellt. In einer Warenkunde erfahren die Verbraucher Wissenswertes über Reh, Hirsch, Damwild sowie Schwarzwild.

Eine Auswahl an schnellen und einfachen Wildfleischrezepten lädt zum Nachkochen ein und allgemeine Tipps zur Zubereitung von Wild ergänzen die Broschüre. Des Weiteren wird die Arbeit des LJV sowie das bundesweite digitale Wild-Verzeichnis des Deutschen Jadgverbandes (DJV) vorgestellt.

Der Wildatlas liegt ab sofort kostenfrei an zahlreichen Stellen im Land aus, z.B. bei den Kreisbauernverbänden, beim Landesjagdverband und seinen Gliederungen sowie zahlreichen weiteren Institutionen. Auf öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen wird er ebenfalls erhältlich sein.

# hier downloaden!

...weiterlesen ...fertig
26 Nov

ASP-Merkblatt zur Biosicherheit

Merkblatt ASP

Afrikanische Schweinepest: Sachsen-Anhalt ist vorbereitet 

 Sachsen-Anhalt sorgt mit umfassendem Managementplan vor. Das ASP-Merkblatt zur Biosicherheit für Jäger kann hier heruntergeladen werden.  

In der vergangenen Woche hat Sachsen-Anhalt erneut eine Übung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest durchgeführt. Diesmal erfolgte die Übung gemeinsam mit den Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen. Nach erfolgreichem Abschluss erklärte Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert heute: „Sachsen-Anhalt ist sehr gut vorbereitet. Mit unserem umfassenden Managementplan in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest sind wir sehr gut aufgestellt. Ich bin sicher, dass unsere Präventionsmaßnahmen Wirkung zeigen und unser Früherkennungssystem greifen wird. Für den Fall eines Ausbruchs der Krankheit sind wir ebenfalls sehr gut gerüstet. Beispielsweise steht der Wildschweinezaun jetzt zur Verfügung. Er ist 25 km lang und reicht für einen Radius von vier Kilometern.“

Wirksames Früherkennungsprogramm

Ein frühzeitiges Erkennen eines ASP-Eintrags ist notwendig, um schnell Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Seuche ergreifen zu können. Zur Früherkennung gibt es seit dem Jahr 2011 ein Monitoring beim Schwarzwild, bei dem tot aufgefundene Tiere beprobt werden. Sachsen-Anhalt zahlt seit diesem Jahr eine Prämie von 50 Euro für das Auffinden und Beproben von verendeten Wildschweinen. Die Probeanzahl betrug im ersten Halbjahr 2018 - 151. Das sind fast vier Mal so viele Proben, wie im gesamten Jahr 2017. „Unsere Jägerinnen und Jäger leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Prävention“, lobte die Ministerin deren Engagement. Zudem wurde für Jägerinnen und Jäger Informationsmaterial erarbeitet und bereitgestellt.

Eine Vielzahl an weiteren Präventionsmaßnahmen

Zudem wurden eine Reihe behördlicher Maßnahmen in der Forstverwaltung getroffen: zum Beispiel der Verzicht auf Jagdbetriebskostenbeiträge, eine Bonusregelung für Jahresjagderlaubnisinhaber, die kostenfreie Abgabe von Schwarzwild bis 20 Kilogramm an Erleger oder Jagdhelfer. An der bundesweiten ASP-Plakatierungsaktion an Autobahnen und Fernverkehrsstraßen hat sich das Land Sachsen-Anhalt selbstverständlich beteiligt. Mit dem Verkehrsministerium wurde verabredet, die Müllbehälter entlang der großen Verkehrsstraßen in Sachsen-Anhalt vor Wildschweinen zu sichern und regelmäßig zu leeren. Das Ministerium für Inneres und Sport wurde gebeten, bei Polizeikontrollen Handzettel an osteuropäische Fernfahrer zu verteilen. Zudem arbeitet das Landwirtschaftsministerium eng mit den landwirtschaftlichen Verbänden zusammen. Die tierhaltenden Betriebe wurden zur strengen Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen nach der Schweinehaltungshygieneverordnung aufgefordert, um das Eintragen eines ASP-Erregers in einen Hausschweinebestand zu verhindern. Gleichzeitig wurden die Betriebe gebeten, Mitarbeiter aus von ASP betroffenen Ländern in landwirtschaftlichen Betrieben dahingehend zu belehren, dass keine Schweinefleisch- und Wildschweinefleischerzeugnisse aus diesen Ländern mitgebracht werden sollen. Diverse Informationsmaterialien des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Biosicherheit, mehrsprachige Merkblätter sowie Videos der EU zum Thema wurden umgehend an die Verbände weitergeleitet. Der Übertragungsweg „Mensch“ wird weiterhin als der wahrscheinlichste angesehen. Sachsen-Anhalt steht in engem Austausch mit den Ländern in Osteuropa, die schon Erfahrungen mit der Seuche haben. Im September war beispielsweise eine Delegation aus Lettland zu Gast im Landwirtschaftsministerium.

Vorbereitung für den Seuchenfall

Sachsen-Anhalt hat eine ASP-Sachverständigengruppe einberufen, die regelmäßig tagt. Ihr gehören Tierärztinnen, Jäger, Epidemiologen, Biologinnen und Mitglieder von betroffenen Verbänden an. Ihre Aufgabe ist es, die Seuchenlage bei Auftreten der Seuche zu bewerten, geeignete Maßnahmen festzulegen und die zuständigen Behörden zu beraten. Das letzte Fachgespräch der Sachverständigen fand am 16. Oktober statt. Es finden regelmäßig Tierseuchenbekämpfungsübungen auch mit anderen Bundesländern statt. An einer 4-Länder-Übung vergangene Woche war Sachsen-Anhalt beteiligt. Im Land wurden in die Übung das Landesverwaltungsamt, das Landesamt für Verbraucherschutz und ein Landkreis einbezogen. Es wurden 30 mobile Container (1100 Liter) zur Kadaverzwischenlagerung von verendeten Wildschweinen im Seuchenfall angeschafft. Der 25 Kilometer lange Wildschutzzaun liegt bereit.

Hintergrund

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Für Menschen und andere Haus- und Nutztiere ist sie nicht gefährlich. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie zum Beispiel Schuhsohlen oder Autoreifen übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Besonders effizient ist die Übertragung über Schweiß (Blut). Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion. Daher ist auch die Hygiene bei der Jagd besonders wichtig.

Es gibt in Sachsen- Anhalt 1.346.329 Schweine in 2.941 Beständen (Stand 25.10.2018, gemeldete Bestands- und Tierzahlen der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt).

...weiterlesen ...fertig
    1 2 3 36