26 Nov

ASP-Merkblatt zur Biosicherheit

Merkblatt ASP

Afrikanische Schweinepest: Sachsen-Anhalt ist vorbereitet 

 Sachsen-Anhalt sorgt mit umfassendem Managementplan vor. Das ASP-Merkblatt zur Biosicherheit für Jäger kann hier heruntergeladen werden.  

In der vergangenen Woche hat Sachsen-Anhalt erneut eine Übung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest durchgeführt. Diesmal erfolgte die Übung gemeinsam mit den Bundesländern Bayern, Sachsen und Thüringen. Nach erfolgreichem Abschluss erklärte Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert heute: „Sachsen-Anhalt ist sehr gut vorbereitet. Mit unserem umfassenden Managementplan in Bezug auf die Afrikanische Schweinepest sind wir sehr gut aufgestellt. Ich bin sicher, dass unsere Präventionsmaßnahmen Wirkung zeigen und unser Früherkennungssystem greifen wird. Für den Fall eines Ausbruchs der Krankheit sind wir ebenfalls sehr gut gerüstet. Beispielsweise steht der Wildschweinezaun jetzt zur Verfügung. Er ist 25 km lang und reicht für einen Radius von vier Kilometern.“

Wirksames Früherkennungsprogramm

Ein frühzeitiges Erkennen eines ASP-Eintrags ist notwendig, um schnell Maßnahmen zur Eindämmung und Bekämpfung der Seuche ergreifen zu können. Zur Früherkennung gibt es seit dem Jahr 2011 ein Monitoring beim Schwarzwild, bei dem tot aufgefundene Tiere beprobt werden. Sachsen-Anhalt zahlt seit diesem Jahr eine Prämie von 50 Euro für das Auffinden und Beproben von verendeten Wildschweinen. Die Probeanzahl betrug im ersten Halbjahr 2018 - 151. Das sind fast vier Mal so viele Proben, wie im gesamten Jahr 2017. „Unsere Jägerinnen und Jäger leisten hier einen wichtigen Beitrag zur Prävention“, lobte die Ministerin deren Engagement. Zudem wurde für Jägerinnen und Jäger Informationsmaterial erarbeitet und bereitgestellt.

Eine Vielzahl an weiteren Präventionsmaßnahmen

Zudem wurden eine Reihe behördlicher Maßnahmen in der Forstverwaltung getroffen: zum Beispiel der Verzicht auf Jagdbetriebskostenbeiträge, eine Bonusregelung für Jahresjagderlaubnisinhaber, die kostenfreie Abgabe von Schwarzwild bis 20 Kilogramm an Erleger oder Jagdhelfer. An der bundesweiten ASP-Plakatierungsaktion an Autobahnen und Fernverkehrsstraßen hat sich das Land Sachsen-Anhalt selbstverständlich beteiligt. Mit dem Verkehrsministerium wurde verabredet, die Müllbehälter entlang der großen Verkehrsstraßen in Sachsen-Anhalt vor Wildschweinen zu sichern und regelmäßig zu leeren. Das Ministerium für Inneres und Sport wurde gebeten, bei Polizeikontrollen Handzettel an osteuropäische Fernfahrer zu verteilen. Zudem arbeitet das Landwirtschaftsministerium eng mit den landwirtschaftlichen Verbänden zusammen. Die tierhaltenden Betriebe wurden zur strengen Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen nach der Schweinehaltungshygieneverordnung aufgefordert, um das Eintragen eines ASP-Erregers in einen Hausschweinebestand zu verhindern. Gleichzeitig wurden die Betriebe gebeten, Mitarbeiter aus von ASP betroffenen Ländern in landwirtschaftlichen Betrieben dahingehend zu belehren, dass keine Schweinefleisch- und Wildschweinefleischerzeugnisse aus diesen Ländern mitgebracht werden sollen. Diverse Informationsmaterialien des Bundeslandwirtschaftsministeriums zur Biosicherheit, mehrsprachige Merkblätter sowie Videos der EU zum Thema wurden umgehend an die Verbände weitergeleitet. Der Übertragungsweg „Mensch“ wird weiterhin als der wahrscheinlichste angesehen. Sachsen-Anhalt steht in engem Austausch mit den Ländern in Osteuropa, die schon Erfahrungen mit der Seuche haben. Im September war beispielsweise eine Delegation aus Lettland zu Gast im Landwirtschaftsministerium.

Vorbereitung für den Seuchenfall

Sachsen-Anhalt hat eine ASP-Sachverständigengruppe einberufen, die regelmäßig tagt. Ihr gehören Tierärztinnen, Jäger, Epidemiologen, Biologinnen und Mitglieder von betroffenen Verbänden an. Ihre Aufgabe ist es, die Seuchenlage bei Auftreten der Seuche zu bewerten, geeignete Maßnahmen festzulegen und die zuständigen Behörden zu beraten. Das letzte Fachgespräch der Sachverständigen fand am 16. Oktober statt. Es finden regelmäßig Tierseuchenbekämpfungsübungen auch mit anderen Bundesländern statt. An einer 4-Länder-Übung vergangene Woche war Sachsen-Anhalt beteiligt. Im Land wurden in die Übung das Landesverwaltungsamt, das Landesamt für Verbraucherschutz und ein Landkreis einbezogen. Es wurden 30 mobile Container (1100 Liter) zur Kadaverzwischenlagerung von verendeten Wildschweinen im Seuchenfall angeschafft. Der 25 Kilometer lange Wildschutzzaun liegt bereit.

Hintergrund

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. Für Menschen und andere Haus- und Nutztiere ist sie nicht gefährlich. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie zum Beispiel Schuhsohlen oder Autoreifen übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Besonders effizient ist die Übertragung über Schweiß (Blut). Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion. Daher ist auch die Hygiene bei der Jagd besonders wichtig.

Es gibt in Sachsen- Anhalt 1.346.329 Schweine in 2.941 Beständen (Stand 25.10.2018, gemeldete Bestands- und Tierzahlen der Tierseuchenkasse Sachsen-Anhalt).

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14 Nov

Artenschutz, aber nachhaltig

Pelz

Das vom Land und LJV Sachsen-Anhalt initiierte Projekt zur Eindämmung invasiver Arten läuft jetzt an. Raubwildbälge können ab dem 15. November für die Fellwechsel GmbH gesammelt werden. Der Verband informiert, wie Jägerinnen und Jäger das Projekt unterstützen können.

Durch die finanzielle Unterstützung des Landes hat der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt ein Netz von rund 40 Sammelstellen in Sachsen-Anhalt geschaffen. Jäger können dort ab dem 15. November erlegtes Raubwild zur Nutzung und Verwertung durch die Fellwechsel
GmbH abgeben. Wo sich die nächste Sammelstelle befindet, erfahren sie in ihrer Jägerschaft. Für die Balgnutzung aus der Raubwildjagd sprechen verschiedene Argumente:

1. Der Artenschutz

Durch die sinnhafte Verwendung der aus der Jagd anfallenden Tierkörper
werden die Jagdausübungsberechtigten motiviert, Beutegreifer, wie Waschbär,
Marderhund und Mink intensiver zu bejagen. Eine verstärkte Bejagung der Fressfeinde senkt unmittelbar den Prädationsdruck auf Beutetiere, wie beispielsweise Boden- und Höhlenbrüter oder Amphibien und wirkt Bestandsmindernd auf die benannten invasiven
Arten. Es gilt das Leitprinzip: „Artenschutz durch Nutzung“

2. Die Nutzung einer natürlichen Ressource

Die Verwertung von Pelzen aus heimischer Jagd ist aktiver Umweltschutz, die durch die Jagd anfallenden Naturmaterialien werden im Sinne der Nachhaltigkeit genutzt und sind eine ökologische Alternative zu Kunstfasern, welche aus Rohöl und anderen synthetischen
Stoffen erzeugt werden. Plastikmüll wird damit reduziert.

3. Der Tierschutz durch die Verdrängung der fragwürdigen Farmhaltung

Die Balgnutzung aus der Jagd ist ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Durch diese nachhaltig, zertifizierte Alternative ist es möglich auf Farmhaltung zu verzichten und dennoch hochwertige Pelze für den Markt bereitzustellen. In Sachsen-Anhalt stößt der Grundgedanke
der Balgnutzung aus genannten Gründen auf große Zustimmung der Jägerschaften. Nicht
zuletzt weil die Verwertung und Verwendung von Pelz so alt ist wie die Menschheit. Durch die Jagd und den Handel wurden aus den Ressourcen der Natur immer schon wertvolle Güter gewonnen. Wir Jäger sollten mit guten Beispiel voran gehen und die erlegten Tiere nachhaltig nutzen. Die Verwendung von Pelz aus nachhaltiger Jagd ist ein Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz und eine sinnvolle Alternative zu erdölbasierten Kunstfasern

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30 Aug

Camp Junge Jäger: gemeinsam auf Rotwild im Havelland

Camp Junge Jäger 2018

Mitte August haben sich 40 junge Jäger aus ganz Deutschland im Havelland (UNESCO-Weltkulturerbe) zum gemeinsamen Austausch beim Camp Junge Jäger getroffen. Kanu fahren, wandern, kochen und natürlich gemeinsam jagen waren nur einige der Programmpunkte. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hat das Camp organisiert.

Mehr als 40 junge Jägerinnen und Jäger aus ganz Deutschland waren Mitte August zum Camp Junge Jäger 2018 in Havelberg angemeldet. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hatte ins UNESCO-Weltkulturerbe Havelland zum gemeinsamen paddeln, kochen und jagen eingeladen. Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist eine naturbelassene Flusslandschaft und beherbergt viele vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. Optimale Voraussetzungen für junge naturverbundene Jäger, neues zu entdecken und sich kennen zu lernen. „Verband kommt von verbinden. Wir als Landesjagdverband legen sehr viel Wert auf den persönlichen Kontakt zu unseren Mitgliedern und den Austausch über Ländergrenzen hinweg“, sagt Vize-Präsident Pieter Ziems, der das Treffen vor Ort begleitete. „Das Camp ist eine wunderbare Gelegenheit, mit der nächsten Generation Jäger ins Gespräch zu kommen.“ Erstmalig verloste der LJV Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Deutschen Jagdverband (DJV) Plätze über die Bilderplattform Instagram.

Mit der Ankunft der ersten Teilnehmer am Freitag startete ein reger Erfahrungsaustausch. Nach der offiziellen Begrüßung durch Robert Engelmann ging es zum Abendessen. Anschließend informierte der Nachtsichttechnik-Experte und Schwarzwildjäger Max Götzfried über Vorteile von Wärmebild- und Nachtsichtgerät.

Am Samstagmorgen starteten die Teilnehmer zur Kanutour von Havelberg in Richtung Osten. Neben Vorträgen zum Weltkulturerbe und dessen Landschaftsstrukturen konnten die Teilnehmer die Artenvielfalt des Havelland bestaunen. Am Abend stand das Highlight des Wochenendes an: der Abendansitz. Nach Jagdscheinkontrolle, Freigabe und gemeinsamem Jagdhornblasen wurden die Jägerinnen und Jäger auf Flächen des Landesforstbetrieb Altmark verteilt.

Am Ende des Sommerabends lagen acht Rehböcke und neun Stück Rotwild auf der Strecke. Ein „Mitternachtsburger mit Wildfleisch“ sollte den gemeinsamen Jagdabend abrunden. Dass es tatsächlich pünktlich um Mitternacht Burger gab, lag vor allem daran, dass 40 junge Jägerinnen und Jäger 17 Stück Wild sauber geschossen und versorgt hatten und keine Nachsuche nötig war. „Ich freue mich über die große Disziplin und Verantwortung, mit der wir gejagt haben“, sagte der Leiter des Landesforstbetriebes Altmark, Andreas Kriebel nach dem Gemeinschaftsansitz. Am Sonntagvormittag machten sich die Teilnehmer auf den Heimweg.

Das Camp Junge Jäger wird jährlich von einem jeweils anderen Landesjagdverband in den neuen Bundesländern organisiert. Die Ausschreibung startet zum Mai. Meldeschluss ist meist im Juni. Anmelden können sich junge Jägerinnen und Jäger unter 35 Jahren. Gesponsert wurde das Camp von den Firmen Blaser, Steyr-Mannlicher, Landesforstbetrieb Altmark, Deutscher Jagdverband, Getec Green Energy, Timac Agro und Landrover Autohaus Henke.

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  • Camp Junge Jäger 2018

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

23 Aug

FÖJ'ler gesucht

FÖJ

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. sucht als Träger des Freiwilligen Ökologischen
Jahres (FÖJ) für 2018/2019 wieder einen jungen motivierten Freiwilligen (m/w) für die Geschäftsstelle in Langenweddingen. Euch erwarten spannende Arbeiten rund um das Thema 
Jagd, Naturschutz und Umwelt. Unterstützt unser Engagement im Bereich der Wildhege, dem Wildtiermonitoring und reist mit unserem Infomobil quer durch Sachsen-Anhalt und erlebt die vielfältige Umweltbildung im Kinder- und Jugendbereich. Ihr erhaltet bei uns Einblick in
die tägliche Arbeit eines anerkannten Naturschutzverbandes und helft uns bei der Durchführung
von Lehrveranstaltungen und Weiterbildungsseminaren.
Lernt durch Erfahrungsaustausch und diverse Tätigkeiten hinter den Kulissen, die Arbeit in einem Mitgliederstarken Landesverband kennen. Sollten wir Euer Interesse geweckt haben, schickt uns eure Bewerbung an:

Landesjagdverband
Sachsen-Anhalt e.V.
Halberstädter Straße 26
39171 Langenweddingen

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14 Aug

Jagdbilanz: mehr Schwarzwild, weniger Rehwild

Schwarzwild Wald

Sachsen-Anhalts Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison deutlich mehr Wildschweine und Waschbären erlegt. Rehe und Rotwild wurden jedoch seltener geschossen als im Vorjahr. Das geht aus einer Statistik des Landesverwaltungsamtes hervor, die die Behörde auf Anfrage vorlegte. Demnach schossen die Jäger von Anfang April 2017 bis Ende März 2018 49 165 Wildschweine - rund 10 000 mehr als in der Vorsaison. Bei Waschbären stieg die Zahl der erlegten Tiere um etwa 5000 auf 29 616.

Insgesamt schossen die Jäger im vergangenen Jagdjahr rund 109 000 Stück Schalenwild - nie war die Zahl in den vergangenen sechs Jahren höher. Zu Schalenwild zählen neben Wildschweinen auch Rotwild, Damwild, Muffelwild und Rehwild. Im Gegensatz zu den Wildschweinen gingen die Abschusszahlen bei allen anderen Arten leicht zurück. So wurden zum Beispiel 49 511 Rehe geschossen - rund 1100 weniger als im Vorjahr. Beim Rotwild sank die Zahl der geschossenen Tiere um etwa
700 auf 5224, beim Damwild um rund 350 auf 4549.

Die Bejagung von Wildschweinen (Schwarzwild) gilt als wichtige Voraussetzung, um einen Ausbruch der Tierseuche Afrikanische Schweinepest zu verhindern. Wildschweine könnten die Seuche einschleppen, die sich vor allem in Osteuropa ausbreitet. Zuletzt waren größere Ausbrüche in Lettland und Litauen gemeldet worden.

Agrarstaatssekretär Ralf-Peter Weber hob am Montag das gute Jagdergebnis bei den Wildschweinen hervor. «Ich freue mich außerordentlich über dieses Rekordergebnis und danke allen Jägerinnen und Jägern im Land. Der Streckenzuwachs beim Schwarzwild ist beeindruckend. Sie sind Ihrer Verantwortung nachgekommen und haben dazu beigetragen, den Schwarzwildbestand zu senken. In Zeiten der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention.»

Sachsen-Anhalt zahlt Jägern eine Prämie von 50 Euro, wenn sie tote Wildschweine finden und untersuchen lassen. Das Land unterstützt auch das Anlegen von Bejagungsschneisen auf den Feldern. Einzelne Landkreise erlassen den Jägern die Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung getöteter Wildschweine. Jäger und Bauern fordern ein einheitliches Vorgehen und mehr Koordination im Land.

Die Afrikanische Schweinepest verläuft für die infizierten Tiere in der Regel tödlich. Es gibt keinen Impfstoff. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich, eine Einschleppung in Zuchtbetriebe könnte aber zu großen wirtschaftlichen Schäden führen. In Sachsen-Anhalt gibt es 3070 Schweinehaltungen mit rund 1,2 Millionen Tieren. Die Hygiene in den Schweineställen wird nach Angaben des Ministeriums deshalb regelmäßig von Tierärzten kontrolliert. (Quelle: dpa/sa)

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