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Landesdelegiertenversammlung des Landesjagdverbandes Sachsen- Anhalt e.V. am 28.Mai 2011 im Harzer- Kultur und Kongresshotel in Wernigerode
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Landesdelegiertenversammlung 2011 in Wernigerode Am 28. Mai 2011 hatte das Präsidium des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt e. v. die 39 Jägerschaften des Verbandes satzungsgemäß zur Landesdelegiertenversammlung nach Wernigerode eingeladen. Zur ersten Delegiertenversammlung nach der Neuwahl des Präsidiums im Vorjahr waren 244 Delegierte aus 39 Jägerschaften des Verbandes angereist. Damit waren 96 % der lt. Satzung möglichen Delegierten anwesend. Zur Eröffnung der Veranstaltung konnte Verbandspräsident Dr. Hans-Heinrich Jordan zahlreiche Gäste aus Politik, Verbänden und Verwaltungen begrüßen. In Vertretung des Ministers für Landwirtschaft und Umwelt war die neue Staatssekretärin im MLU Frau Anne-Marie Keding nach Wernigerode gekommen. Die Landtagsfraktionen waren durch ihre Abgeordneten Frau Angela Gorr (CDU), Herrn Jürgen Barth (SPD) und Herrn Hans-Jörg Krause (Die Linke) vertreten. Für den Landesanglerverband war dessen Geschäftsführer, Herr Axel Ritzmann, nach Wernigerode gekommen. Für den Landesbauernverband war Herr Jürgen Zywitzki als Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Harz zugegen. Wie in Jedem Jahr vertrat Herr Karl-Friedrich Kaufmann als Landesvorsitzender der AG der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer die für die Jäger wichtigen Grundeigentümer. Aus den Landeswerwaltungen waren traditionell die Oberste Jagdbehörde durch ihren Jagdreferenten Herrn Reinhold Sangen-Emden und die obere Jagdbehörde durch ihren Referenten für Forst- und Jagdhoheit Herrn Ulrich Mette vertreten. Der Landesforstbetrieb war präsent mit seinem Leiter Herrn Bernd Dost, das Landeszentrum Wald mit seinem Leiter Herrn Dietmar Specht. In ihrem Grußwort würdigte Frau Staatssekretärin Keding die Arbeit der Jäger des Landes und ihren Anteil bei der Überarbeitung des Landesjagdgesetzes. Sie orientierte auf Schwerpunkte der künftigen Arbeit der Jäger bei der Umsetzung der neuen jagdrechtlichen Regelungen innerhalb unseres Bundeslandes und zeigte sich überzeugt, dass insbesondere bei der Bewirtschaftung der Wildbestände die neue größere Eigenverantwortung der Revierinhaber zu positiven Effekten führt. In weiteren Grußworten der Landtagsabgeordneten und der Verbandsvertreter wurde ein breites Spektrum von Themen und Aufgaben erörtert. Dabei spielte die Notwendigkeit der Zusammenarbeit mit den Landwirten zur Wildschadenvermeidung eine besondere Rolle. Seinen ersten Jahresbericht nach der Wahl in das Präsidentenamt nutzte Verbandspräsident Dr. Jordan für eine ausführliche Wertung der jagdpolitischen Entwicklung auf Bundesebene nach dem letztjährigen Bundesjägertag in Templin. Er begrüßte ausdrücklich den Umzug der DJV-Hauptgeschäftsstelle von Bonn nach Berlin und die Aktivitäten des DJV auch auf europäischer Ebene für den Erhalt des deutschen Reviersystems. Gleichzeitig mahnte er verstärkte Aktivitäten des DJV auf Bundesebene zur Lösung der komplizierten Wildschadenproblematik an. Hier gilt es nach seiner Ansicht nun endlich Regelungen zu finden, die die Landwirte verpflichtend in die Wildschadenvorbeugung und –abwehr mit einzubeziehen. Die Bewertung der jagdpolitischen Entwicklung auf Landesebene war für den Verbandspräsidenten eine erfreuliche Angelegenheit. Mit der Verabschiedung des neuen Landesjagdgesetzes am 9. 12. 2010 konnte der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. konstatieren, dass für die künftigen Jahre ein deutlich modernisiertes und präzisiertes Jagdgesetz eine gute Arbeitsgrundlage für die Arbeit der Jäger bildet. Der Präsident richtete einen deutlichen Appell an die Jägerschaften und Verbandsmitglieder, nun mit erhöhter Eigenverantwortung insbesondere die anspruchsvollen Ziele in der Wildbewirtschaftung in Angriff zu nehmen. Grundlage dafür bildet auch die neue Hegerichtlinie, die nun in den Hegegemeinschaften mit Leben zu erfüllen ist. Wichtige weitere Themen seines Berichtes waren die derzeitigen Probleme bei der Trichinenuntersuchung, die Entwicklung und Auswirkungen des Großraubwildes in Sachsen-Anhalt, die Entwicklung der Niederwild- und Raubwildpopulationen und das Jagdhundwesen. Auch die Leistungen des Verbandes für seine Mitglieder fanden im Bericht des Präsidiums eine umfassende zumeist positive Bewertung. Sorgen bereitet dem Präsidium die Entwicklung auf dem Gebiet des Jagdhornblasens. Nur geringe Teilnehmermeldungen zum Landeswettbewerb im Jagdhornblasen hatten zur Absage des Landesbläserwettbewerbs geführt. Hier gilt es, gegen zu steuern. Auch sieht das Präsidium im Zusammenhang mit einer noch aktiveren Mitgliederwerbung die Notwendigkeit einer verstärkten Öffentlichkeitsarbeit. Nur wenn der Verband offensiv nach außen verdeutlicht wofür die Jäger stehen und was sie leisten, kann der Bestand des Jagdwesens langfristig gesichert werden. Auf der Delegiertenversammlung konnte nun endlich auch der erste, sehr gut ausgestattete Lernort-Natur-Anhänger vorgestellt werden. Zahlreiche Nachfragen und Anmeldungen aus den Jägerschaften zur Nutzung des Anhängers belegten, dass diese Einrichtung für den Verband lange überfällig war. Dieser Anhänger ist mit 20.000 Euro aus der Jagdabgabe gefördert worden. Sein Einsatz soll vor allem die Arbeit mit der Jugend deutlich verbessern. Mit einer Bewertung weiterer Leistungen und Angebote des Verbandes für seine Mitglieder konnte der Verbandspräsident seine insgesamt sehr gute Bilanz des vergangenen Jagdjahres abschließen. Der positiven Bilanz des Präsidenten konnte Schatzmeister Jürgen Hartung eine ebenso positive Bilanz der Verbandsfinanzen hinzufügen. Die Delegierten konnten beruhigt zur Kenntnis nehmen, dass die finanzielle Zielstellung des Verbandes außerordentlich gut realisiert worden ist. Der für 2010/2011 beschlossene Finanzhaushalt ist fast punktgenau eingehalten worden. Die Finanzlage des Verbandes ist nach wie vor stabil und soll es auch mit dem vorgelegten Haushaltsplanansatz für 2011/2012 bleiben. In den Aussprachen zu den Berichten gab es Hinweise und Forderungen u. a. zur Aufnahme weiterer Arten in das Jagdrecht, zu Wildschadenproblemen und zur Abschussplanung beim Rehwild. Angemahnt wurden höhere Aktivitäten bei der Biotopverbesserung im Interesse der Niederwildhege und verstärkte Anstrengungen und neue Strategien bei der Regulierung der Beutegreifer, besonders bei Waschbär und Marderhund. Heftig kritisiert wurde die von der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Ostdeutschland vorgenommene Beitragserhöhung für die Revierinhaber. Hier ist der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. bereit, Klagen gegen diese Beitragserhöhungen aktiv zu unterstützen. Die vom Schatzmeister angekündigte notwendige Erhöhung der Prämie für die LJV-Gruppenversicherung ab 2012 führte zur Forderung nach einem Wechsel der Versicherungsgesellschaft und zum vergleichen mit Versicherungsangeboten anderer LJV. Dazu wird es rechtzeitig aussagefähige Analysen und Preis-Leistungsvergleiche geben. Dass die Delegierten mit der Arbeit des Präsidiums im letzten Jagdjahr offensichtlich zufrieden waren, kam im Ergebnis der Bestätigung der Berichte zum Ausdruck. Der Versammlungsleiter konnte durchgehend Einstimmigkeit feststellen. Mit der Wahl eines neuen Kassenrevisors und der Delegierten zum Bundesjägertag fand der satzungsgemäße Teil der Delegiertenversammlung seinen Abschluß. Zuvor hatte das Präsidium langjährig aktive Verbandsmitglieder mit Verdienstnadeln geehrt. Aus den Händen des Verbandspräsidenten erhielten der Weidgenosse Wolfgang Heinemann aus der Jägerschaft Aschersleben die DJV-Verdienstnadel in Silber, der Weidgenosse Frank Gebbert, langjähriger Vorsitzender der Jägerschaft Aschersleben, die LJV-Verdienstnadel in Gold. Nach 21jähriger hervorragender Zusammenarbeit mit dem LJV überreichte Dr. Jordan die LJV-Verdienstnadel in Gold an den gerade in den Ruhestand gegangenen uJ-Redakteur Reinhard Schneider. Bereits vor der Delegiertenversammlung war diese Ehrung dem Weidgenossen Horst Bude aus der Jägerschaft Magdeburg zuteil geworden. Für besondere Aktivitäten in ihren Jägerschaften erhielten die Vorsitzenden Dietmar Brettschneider und Wolfgang Rost die LJV-Verdienstnadel in Silber. Mit einem Fachvortrag zu Erfahrungen in der Arbeit der Hegegemeinschaften in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg rundete Dr. Frank Tottewitz aus Eberswalde den Tagungsteil ab. Beschlossen wurde der Tag mit dem abendlichen Jägerball im HKK-Hotel. Dazu konnte Verbandspräsident Dr. Jordan fast 400 Ballteilnehmer begrüßen. Unter ihnen auch der neue Innenminister des Landes Sachsen-Anhalt Herr Holger Stahlknecht und seine Gattin. Beide hatten sich langjährig als aktive Verbandsmitglieder im Vorstand der Jägerschaft Wolmirstedt engagiert. In fröhlicher Runde wurde bis weit nach Mitternacht gefeiert. Zwischen durch wurden attraktive Preise einer gut bestückten Tombola verlost. Für die nächste Delegiertenversammlung wurde bereits der Termin mit dem HKK-Hotel verbindlich festgelegt. Sie soll am Samstag, dem 12. Mai 2012 durchgeführt werden. Bis dahin gilt es, sich in allen Jägerschaften aktiv und mit viel Engagement für unser Jagdwesen einzusetzen.
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Begrüßung durch den Präsidenten des LJV Dr. Hans- Heinrich Jordan
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Eröffnung der Delegiertenversammlung durch die Jagdhornbläser der Jägerschaft Wernigerode
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Staatsekretärin für Landwirtschaft und Umwelt Anne- Marie Keding hält das Grußwort
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Hans- Jörg Krause Mitglied im Landwirtschaftsausschuss und Vertreter Der Linken hält das Grußwort |
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Das neu LJV- Infomobil für Öffentlichkeitsarbeit wurde präsentiert !
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Ehrung des Weidgenossen und langjährigen Unsere Jagd Redakteurs Reinhard Schneider mit der Verdienstnadel des LJV in Gold |
Ehrung des Weidgenossen Frank Gebbert mit der Verdienstnadel des LJV in Gold
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Ehrung des Weidgenossen Wolfgang Rost mit der Verdienstnadel des LJV in Silber |
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Ehrung des Weidgenossen Dietmar Brettschneider mit der Verdienstnadel des LJV in Silber
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Ehrung des Weidgenossen Wolfgang Heinemann mit der Verdienstnadel des DJV in Silber
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Impressionen vom Jägerball
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Ehrengast Innenminister Holger Stahlknecht |
Dank an die Sponsoren Die diesjährige Delegiertenversammlung, insbesondere auch die Tombola zum abendlichen Jägerball wurde durch zahlreiche Sponsoren unterstützt. Besonderer Dank gilt der Firma Frankonia, Niederlassung Magdeburg, die in besonders großzügiger Weise sowohl die Delegiertenversammlung selbst als auch die Tombola zum Jägerball durch die Bereitstellung zahlreicher Materialien und einem Laserschießstand unterstützt hat. Als langjähriger Vertragspartner hat die Generali Versicherung, Versicherungsservice Möhrke und Bautsch Magdeburg mit diversem Freibier den Abend bereichert. Das HKK-Hotel Wernigerode steuerte einen wertvollen Reisegutschein bei. Allen unseren Sponsoren danken wir herzlich und freuen uns auf eine weitere angenehme Zusammenarbeit.
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Die Attraktion des Abends die alljährlich gut gefüllte Tombola |
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