12.Landestrophäenbewertung

 

 

 

12. Landestrophäenbewertung des Landesjagdverbandes Sachsen-Anhalt e. V.

In den Morgenstunden des 25. 4. 2009 herrschte in der Geschäftsstelle des LJV in Langenweddingen großer Betrieb. Aus allen Teilen unseres Landes wurden die Spitzentrophäen des Jahrganges 2008/09 gebracht. Sie folgten der Ausschreibung des Präsidiums im Mitteilungsblatt 2/2009. Damit wurde auch den Wünschen vieler Jäger entsprochen und eine gute Tradition fortgesetzt. Das zeigt auch die Anzahl von 117 vorgestellten Trophäen, die bisher höchste Beteiligung mit einem Zuwachs bei Damhirschen und Muffelwiddern. Der Landesobmann für Schalenwildbewirtschaftung Steffen Grießbach begrüßte in der Eröffnung die Mitglieder der Trophäenbewertungskommission sowie bereits die ersten Gäste. Nach Beginn der Bewertung konnten sich die Gäste von der korrekten Arbeitsweise nach den Regeln des Internationalen Jagdrates (CIC) informieren. Am Nachmittag wurde dann bei herrlichem Sonnenschein im Garten der Geschäftsstelle eine öffentliche Auswertung der Bewertung und die Vorstellung der Trophäen durch den Landesobmann und die Leiter der Fachgruppen vorgenommen.

 

 

 
 

Gesamtübersicht – vorgestellt/ausgezeichnet

 

 

Gold

Silber

Bronze

Ohne

Gesamt

Rothirsche

2

11

9

-

22

Damhirsche

5

5

7

3

20

Rehböcke

3

11

14

9

37

Muffelwidder

10

8

7

1

26

Keiler

1

3

8

-

12

 

21

38

4

13

117

 

 

 

Der diesjährig stärkste vorgestellte Hirsch  erlegt in Calvörde

 

 

 

 

 

Der Goldmedaillen Keiler

von Ramona Paul aus Nedlitz

 

 

 

Vergeben wurden 104 Medaillen = 88 %.

Einige Daten für die einzelnen Wildarten:

 

Rothirsche: Von den 22 Rothirschen kommen 7 aus der Colbitz-Letzlinger-Heide, 6 aus dem Harz, 3 aus dem Ziegelrodaer Forst, 3 aus der Glücksburger und Dübener Heide, 2 aus der nordwestlichen Altmark. Der beste Rothirsch, erlegt vom Weidgenossen Huhn aus dem Bewirtschaftungsgebiet Bischofswald/Calvörde erreichte 219,18 Punkte und liegt damit unter den besten 5 seit 1990. Weitere Daten: durchschnittliche Stangenlänge 105,2 cm, durchschnittliche Augsprossenlänge 27 cm, Gewicht 9.3 kg. Der 2. Gold-Rothirsch kommt aus Letzlingen mit 213,68 Punkten.

 

Damhirsche: Der Herkunft nach gibt es folgende Verteilung: Harbker Forst = 4, Fläming = 4, Altmark = 4, Jerichower  Land = 3.  Der stärkste Damhirsch wurde im Fläming von Sven Wildgrube erlegt. Er erhielt 189,13 Punkte bei einer durchschnittlichen Stangenlänge vom 73 cm, durchschnittlichen Schaufellänge von 42 cm, 3,8 kg Geweihgewicht. Die weiteren Goldmedaillenschaufler kommen mit je einem aus dem Jerichower Land, Harbker Forst, Hohes Holz und Fläming.

 

Rehböcke: Der Herkunft nach kommt die Mehrzahl aus der Altmark = 11, der Börde = 7, Jerichower Land = 4. Beteiligt ist fern der Harz mit 2, südöstliche Heide mit 2 und 2 Rehböcke kommen aus dem Saaletal. Der stärkste Bock wurde von Karsten Walter in Mösenthin, LK Salzwedel, am 1. 5. 2008 erlegt. Er erreichte 144,43 Punkte bei einer durchschnittlichen Stangenlänge von 22,8 cm, Gehörngewicht 492 g und einem Volumen von 211 ccm. Der 2. Bock kommt aus Meßdorf, LK Stendal, mit 144,30 Punkten erlegt von Jürgen Mertens. Der 3 Goldbock erreicht 141,50 Punkte – erlegt in Schartau, LK Jerichower Land.

 

Muffelwidder: Diese Trophäen bringen immer ein besonderes Interesse.  Die Verteilung der Medaillenwidder: 12 Widder aus der Altmark in drei Bewirtschaftungsgebieten, 10 Widder im Ostharz im größten Bewirtschaftungsgebiet, 2 Widder Hohes Holz und ein Widder aus dem Raum Klietz, Jerichower Land. Der stärkste Widder kommt aus dem Haldensleber Stadtwald, wurde erlegt von H. Höper und erreichte 227,75 Punkte. Das ist der 1. Platz seit 1990. Daten: durchschnittliche Schläuchenlänge 102,5 cm, Auslage 45,4 cm, Umfang der Schläuche von 20,7 bis 25,7 cm bei 3 Meßpunkten.

 

Keiler: Nur 1 Keiler konnte eine Goldmedaille (123,90 Punkte) erreichen. Er wurde von Ramona Paul im Fläming, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, erlegt. Einige Daten: durchschnittliche Gewehrlänge 21 cm, durchschnittliche Gewehrbreite 28,1 mm, durchschnittlicher Umfang der  Haderer 7,5 cm.

Die Silbermedaillenkeiler kommen aus dem Raum Halle 119,10 Punkte, dem Fläming mit 117,6 Punkten und aus Bossdorf, Landkreis Wittenberg,mit 116,65 Punkten.

 

Am Ende der Veranstaltung und der Auswertung würdigte Landesobmann Steffen Grießbach die Arbeit der Fachgruppen und gute Unterstützung der Mitarbeiter der Geschäftstelle des LJV für die Dokumentation. Mit der im nächsten Jahr stattfindenden 13. Trophäenbewertung liegen die Daten der Spitzentrophäen des Schalenwildes in Sachsen-Anhalt von 20 Jahren vor.

 

Horst Burde, Mitglied der Trophäenbewertungskommission

 

 

 

Der seit 1990 stärkste Widder

des Landes Sachsen- Anhalt

 

 

 

Der Goldmedaillen Bock

aus Mösenthin

 

 

Landesobmann für Schalenwildbewirtschaftung Steffen Grießbach

bei der Auswertung

 

 

Die Reihe der stärksten Trophäen bei der diesjährigen Bewertung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Holger Piegert und Dieter Bresch bei der Auswertung des

Muffelwildes

 

Dietmar Specht und Dr. Siegfried Hünsche bei der Auswertung des

Damwildes

 

 

Die Arbeitsgruppen

2009