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14 Nov

Artenschutz, aber nachhaltig

Pelz

Das vom Land und LJV Sachsen-Anhalt initiierte Projekt zur Eindämmung invasiver Arten läuft jetzt an. Raubwildbälge können ab dem 15. November für die Fellwechsel GmbH gesammelt werden. Der Verband informiert, wie Jägerinnen und Jäger das Projekt unterstützen können.

Durch die finanzielle Unterstützung des Landes hat der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt ein Netz von rund 40 Sammelstellen in Sachsen-Anhalt geschaffen. Jäger können dort ab dem 15. November erlegtes Raubwild zur Nutzung und Verwertung durch die Fellwechsel
GmbH abgeben. Wo sich die nächste Sammelstelle befindet, erfahren sie in ihrer Jägerschaft. Für die Balgnutzung aus der Raubwildjagd sprechen verschiedene Argumente:

1. Der Artenschutz

Durch die sinnhafte Verwendung der aus der Jagd anfallenden Tierkörper
werden die Jagdausübungsberechtigten motiviert, Beutegreifer, wie Waschbär,
Marderhund und Mink intensiver zu bejagen. Eine verstärkte Bejagung der Fressfeinde senkt unmittelbar den Prädationsdruck auf Beutetiere, wie beispielsweise Boden- und Höhlenbrüter oder Amphibien und wirkt Bestandsmindernd auf die benannten invasiven
Arten. Es gilt das Leitprinzip: „Artenschutz durch Nutzung“

2. Die Nutzung einer natürlichen Ressource

Die Verwertung von Pelzen aus heimischer Jagd ist aktiver Umweltschutz, die durch die Jagd anfallenden Naturmaterialien werden im Sinne der Nachhaltigkeit genutzt und sind eine ökologische Alternative zu Kunstfasern, welche aus Rohöl und anderen synthetischen
Stoffen erzeugt werden. Plastikmüll wird damit reduziert.

3. Der Tierschutz durch die Verdrängung der fragwürdigen Farmhaltung

Die Balgnutzung aus der Jagd ist ein aktiver Beitrag zum Tierschutz. Durch diese nachhaltig, zertifizierte Alternative ist es möglich auf Farmhaltung zu verzichten und dennoch hochwertige Pelze für den Markt bereitzustellen. In Sachsen-Anhalt stößt der Grundgedanke
der Balgnutzung aus genannten Gründen auf große Zustimmung der Jägerschaften. Nicht
zuletzt weil die Verwertung und Verwendung von Pelz so alt ist wie die Menschheit. Durch die Jagd und den Handel wurden aus den Ressourcen der Natur immer schon wertvolle Güter gewonnen. Wir Jäger sollten mit guten Beispiel voran gehen und die erlegten Tiere nachhaltig nutzen. Die Verwendung von Pelz aus nachhaltiger Jagd ist ein Beitrag zum Umwelt- und Naturschutz und eine sinnvolle Alternative zu erdölbasierten Kunstfasern

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30 Aug

Camp Junge Jäger: gemeinsam auf Rotwild im Havelland

Camp Junge Jäger 2018

Mitte August haben sich 40 junge Jäger aus ganz Deutschland im Havelland (UNESCO-Weltkulturerbe) zum gemeinsamen Austausch beim Camp Junge Jäger getroffen. Kanu fahren, wandern, kochen und natürlich gemeinsam jagen waren nur einige der Programmpunkte. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hat das Camp organisiert.

Mehr als 40 junge Jägerinnen und Jäger aus ganz Deutschland waren Mitte August zum Camp Junge Jäger 2018 in Havelberg angemeldet. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hatte ins UNESCO-Weltkulturerbe Havelland zum gemeinsamen paddeln, kochen und jagen eingeladen. Das Biosphärenreservat Mittelelbe ist eine naturbelassene Flusslandschaft und beherbergt viele vom Aussterben bedrohte Tiere und Pflanzen. Optimale Voraussetzungen für junge naturverbundene Jäger, neues zu entdecken und sich kennen zu lernen. „Verband kommt von verbinden. Wir als Landesjagdverband legen sehr viel Wert auf den persönlichen Kontakt zu unseren Mitgliedern und den Austausch über Ländergrenzen hinweg“, sagt Vize-Präsident Pieter Ziems, der das Treffen vor Ort begleitete. „Das Camp ist eine wunderbare Gelegenheit, mit der nächsten Generation Jäger ins Gespräch zu kommen.“ Erstmalig verloste der LJV Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Deutschen Jagdverband (DJV) Plätze über die Bilderplattform Instagram.

Mit der Ankunft der ersten Teilnehmer am Freitag startete ein reger Erfahrungsaustausch. Nach der offiziellen Begrüßung durch Robert Engelmann ging es zum Abendessen. Anschließend informierte der Nachtsichttechnik-Experte und Schwarzwildjäger Max Götzfried über Vorteile von Wärmebild- und Nachtsichtgerät.

Am Samstagmorgen starteten die Teilnehmer zur Kanutour von Havelberg in Richtung Osten. Neben Vorträgen zum Weltkulturerbe und dessen Landschaftsstrukturen konnten die Teilnehmer die Artenvielfalt des Havelland bestaunen. Am Abend stand das Highlight des Wochenendes an: der Abendansitz. Nach Jagdscheinkontrolle, Freigabe und gemeinsamem Jagdhornblasen wurden die Jägerinnen und Jäger auf Flächen des Landesforstbetrieb Altmark verteilt.

Am Ende des Sommerabends lagen acht Rehböcke und neun Stück Rotwild auf der Strecke. Ein „Mitternachtsburger mit Wildfleisch“ sollte den gemeinsamen Jagdabend abrunden. Dass es tatsächlich pünktlich um Mitternacht Burger gab, lag vor allem daran, dass 40 junge Jägerinnen und Jäger 17 Stück Wild sauber geschossen und versorgt hatten und keine Nachsuche nötig war. „Ich freue mich über die große Disziplin und Verantwortung, mit der wir gejagt haben“, sagte der Leiter des Landesforstbetriebes Altmark, Andreas Kriebel nach dem Gemeinschaftsansitz. Am Sonntagvormittag machten sich die Teilnehmer auf den Heimweg.

Das Camp Junge Jäger wird jährlich von einem jeweils anderen Landesjagdverband in den neuen Bundesländern organisiert. Die Ausschreibung startet zum Mai. Meldeschluss ist meist im Juni. Anmelden können sich junge Jägerinnen und Jäger unter 35 Jahren. Gesponsert wurde das Camp von den Firmen Blaser, Steyr-Mannlicher, Landesforstbetrieb Altmark, Deutscher Jagdverband, Getec Green Energy, Timac Agro und Landrover Autohaus Henke.

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  • Camp Junge Jäger 2018

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

  • Camp Junge Jäger 2018 (Foto: Jannick Boehnke)

23 Aug

FÖJ'ler gesucht

FÖJ

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e.V. sucht als Träger des Freiwilligen Ökologischen
Jahres (FÖJ) für 2018/2019 wieder einen jungen motivierten Freiwilligen (m/w) für die Geschäftsstelle in Langenweddingen. Euch erwarten spannende Arbeiten rund um das Thema 
Jagd, Naturschutz und Umwelt. Unterstützt unser Engagement im Bereich der Wildhege, dem Wildtiermonitoring und reist mit unserem Infomobil quer durch Sachsen-Anhalt und erlebt die vielfältige Umweltbildung im Kinder- und Jugendbereich. Ihr erhaltet bei uns Einblick in
die tägliche Arbeit eines anerkannten Naturschutzverbandes und helft uns bei der Durchführung
von Lehrveranstaltungen und Weiterbildungsseminaren.
Lernt durch Erfahrungsaustausch und diverse Tätigkeiten hinter den Kulissen, die Arbeit in einem Mitgliederstarken Landesverband kennen. Sollten wir Euer Interesse geweckt haben, schickt uns eure Bewerbung an:

Landesjagdverband
Sachsen-Anhalt e.V.
Halberstädter Straße 26
39171 Langenweddingen

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14 Aug

Jagdbilanz: mehr Schwarzwild, weniger Rehwild

Schwarzwild Wald

Sachsen-Anhalts Jäger haben in der vergangenen Jagdsaison deutlich mehr Wildschweine und Waschbären erlegt. Rehe und Rotwild wurden jedoch seltener geschossen als im Vorjahr. Das geht aus einer Statistik des Landesverwaltungsamtes hervor, die die Behörde auf Anfrage vorlegte. Demnach schossen die Jäger von Anfang April 2017 bis Ende März 2018 49 165 Wildschweine - rund 10 000 mehr als in der Vorsaison. Bei Waschbären stieg die Zahl der erlegten Tiere um etwa 5000 auf 29 616.

Insgesamt schossen die Jäger im vergangenen Jagdjahr rund 109 000 Stück Schalenwild - nie war die Zahl in den vergangenen sechs Jahren höher. Zu Schalenwild zählen neben Wildschweinen auch Rotwild, Damwild, Muffelwild und Rehwild. Im Gegensatz zu den Wildschweinen gingen die Abschusszahlen bei allen anderen Arten leicht zurück. So wurden zum Beispiel 49 511 Rehe geschossen - rund 1100 weniger als im Vorjahr. Beim Rotwild sank die Zahl der geschossenen Tiere um etwa
700 auf 5224, beim Damwild um rund 350 auf 4549.

Die Bejagung von Wildschweinen (Schwarzwild) gilt als wichtige Voraussetzung, um einen Ausbruch der Tierseuche Afrikanische Schweinepest zu verhindern. Wildschweine könnten die Seuche einschleppen, die sich vor allem in Osteuropa ausbreitet. Zuletzt waren größere Ausbrüche in Lettland und Litauen gemeldet worden.

Agrarstaatssekretär Ralf-Peter Weber hob am Montag das gute Jagdergebnis bei den Wildschweinen hervor. «Ich freue mich außerordentlich über dieses Rekordergebnis und danke allen Jägerinnen und Jägern im Land. Der Streckenzuwachs beim Schwarzwild ist beeindruckend. Sie sind Ihrer Verantwortung nachgekommen und haben dazu beigetragen, den Schwarzwildbestand zu senken. In Zeiten der drohenden Afrikanischen Schweinepest ist dies ein wichtiger Beitrag zur Seuchenprävention.»

Sachsen-Anhalt zahlt Jägern eine Prämie von 50 Euro, wenn sie tote Wildschweine finden und untersuchen lassen. Das Land unterstützt auch das Anlegen von Bejagungsschneisen auf den Feldern. Einzelne Landkreise erlassen den Jägern die Kosten für die vorgeschriebene Trichinenuntersuchung getöteter Wildschweine. Jäger und Bauern fordern ein einheitliches Vorgehen und mehr Koordination im Land.

Die Afrikanische Schweinepest verläuft für die infizierten Tiere in der Regel tödlich. Es gibt keinen Impfstoff. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich, eine Einschleppung in Zuchtbetriebe könnte aber zu großen wirtschaftlichen Schäden führen. In Sachsen-Anhalt gibt es 3070 Schweinehaltungen mit rund 1,2 Millionen Tieren. Die Hygiene in den Schweineställen wird nach Angaben des Ministeriums deshalb regelmäßig von Tierärzten kontrolliert. (Quelle: dpa/sa)

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15 Jul

ASP: EFSA bewertet Maßnahmen zur Verhinderung der Ausbreitung

ASP

Die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) hat Strategien für das Management von Wildschweinen in verschiedenen Stadien einer Schweinepestepidemie ermittelt, die beschreiben, was vor, während und nach einem Krankheitsausbruch zu tun ist. Wildschweine spielen nachweislich eine wichtige Rolle bei der Ausbreitung der Krankheit.

In einem heute veröffentlichten wissenschaftlichen Gutachten untersuchen Sachverständige der EFSA die Dichte der Wildschweinpopulation in Europa und bewerten Maßnahmen, um diese zu verringern und infizierte Wildschweine von nicht infizierten fernzuhalten. Außerdem ermittelten sie Möglichkeiten zur frühzeitigen Erkennung der Seuche.

Um das Risiko von Krankheitsausbrüchen zu reduzieren, sollten Maßnahmen wie die intensive Bejagung und das Nichtfüttern von Wildschweinen durchgeführt werden. Während einer Epidemie sind Aktivitäten, die zu einer verstärkten Bewegung von Wildschweinen führen könnten, zu vermeiden (z.B. intensive Treibjagden).

Die Sachverständigen konnten keinen Schwellenwert für die Wildschweindichte festlegen, unterhalb dessen das Virus sich nicht ausbreiten würde – die Afrikanische Schweinepest hat auch in Gebieten Fuß gefasst, in denen nur wenige Wildschweine vorkommen.

Zur Verbesserung der Bereitschaft betont das Gutachten die Bedeutung eines regelmäßigen Dialogs zwischen allen beteiligten Akteuren.

Christian Gortazar, Vorsitzender der EFSA-Arbeitsgruppe für Afrikanische Schweinepest, erklärte: „Die Sachverständigen waren sich einig, dass es zur Bekämpfung dieser Tierseuche unerlässlich ist, das Bewusstsein in der Gesellschaft für die Krankheit zu schärfen und den Menschen Anreize für die Meldung von Wildschweinkadavern zu bieten.“

Die passive Überwachung – das Melden toter Wildschweine – ist und bleibt der effektivste Weg zur frühzeitigen Erkennung neuer Fälle der Afrikanischen Schweinepest in zuvor nicht befallenen Gebieten.

Ruf nach vergleichbaren Daten

Das Gutachten betont, dass die Erhebung von Informationen über Wildschweine in der EU harmonisiert werden sollte, um die Vergleichbarkeit der Daten zu erhöhen.

Um dieses Desiderat zu füllen, finanziert die EFSA das Projekt ENETWILD mit dem Ziel, Daten über die geografische Verbreitung und Häufigkeit von Wildschweinen in ganz Europa zu sammeln und zu harmonisieren.

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