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11 Feb

Afrikanische Schweinepest erreicht die EU

Karte ASP Polen

Nach einem ersten Fall der Afrikanischen Schweinepest in Polen fordert ein Bundesinstitut stärkere Untersuchungen von Wildschweinen in Deutschland. Der hochinfektiöse Erreger habe mittlerweile mit Litauen und Polen zwei EU-Länder erreicht und bewege sich nach Westen, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, auf der Insel Riems am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa. Insbesondere in den an Polen angrenzenden Bundesländern sollten tot aufgefundene und krank erlegte Wildschweine auf den Erreger untersucht werden, heißt es in einer aktuellen Empfehlung des Bundesforschungsinstituts.

Auch in den nicht an Polen angrenzenden Bundesländern sei besondere Aufmerksamkeit geboten, sagte Mettenleiter. Der für den Menschen ungefährliche, aber für Haus- und Wildschweine tödliche Erreger könne über mitgebrachte Rohwurstprodukte nach Deutschland eingeschleppt und über weggeworfene Speisereste übertragen werden.

Gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gibt es keinen Impfstoff. «Der Erreger ist hochinfektiös, hochpathogen und hochstabil.» Sein Genom bestehe – anders als bei der klassischen Schweinepest, deren Virus eine einsträngige RNA hat – aus einer doppelsträngigen DNA, was dem Erreger eine hohe Stabilität verleihe, sagte der Virologe. Trotz großer Forschungsanstrengungen hätten sämtliche Versuche, einen Lebend- oder Totimpfstoff zu entwickeln, bislang zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt. In absehbarer Zeit sei damit auch nicht zu rechnen.

Wie Versuche des Instituts an Haus- und Wildschweinen gezeigt hätten, führt die Infektion innerhalb weniger Tage zum Tod der Tiere.
«Natürlich infizierte Tiere können im Regelfall keine Immunität ausbilden, weil sie bereits vorher daran sterben.»

Der Erreger war nach Angaben des Friedrich-Loeffler-Instituts vermutlich im Jahr 2007 aus Afrika nach Georgien eingeschleppt worden und hatte sich von dort über Russland nach Weißrussland, die Ukraine, Litauen und Polen ausgebreitet. Der natürliche Wirt des Erregers sind das afrikanischen Warzenschwein und die Buschschweine, wie Mettenleiter sagte. Im Gegensatz zu den Wild- und Hausschweinen erkranken sie aber nicht nach einer Infektion.

Das ASP-Virus kann laut Mettenleiter über geringste Mengen Blut und Körperflüssigkeiten von Rotte zu Rotte weitergetragen werden.
Potenzielles Einfallstor seien auch Jagdtrophäen oder nicht gereinigte Jagdutensilien. Bei einem Nachweis des Erregers in deutschen Wildschweinen würden zunächst Sperrbezirke eingerichtet, um den Handel mit Tieren aus diesem Areal zu unterbinden. Bei einer Einschleppung in Hausschweinbestände müssten laut der Schweinepestverordnung die betroffenen Tiere gekeult werden.

Der Landesjagdverband in Sachsen-Anhalt ist auf dichtes Kontrollnetz vorbereitet. «Eine Zusammenarbeit zwischen Jägern und Veterinären ist selbstverständlich», sagte Verbandsgeschäftsführer Wilko Florstedt und erinnerte an die Routineuntersuchungen auf Tollwut oder Staupe.

Hinweise des FLI zur ASP bei Schwarzwild finden Sie unter: www.fli.bund.de/fileadmin/dam_uploads/Publikationen/FLI-Informationen/
FLI-Information_FAQ_ASP20140130.pdf

Weitere Hinweise zur ASP unter www.fli.bund.de/fileadmin/dam_uploads/
Publikationen/FLI-Informationen/FLI-Information_ASP20140128.pdf.

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06 Feb

Prüfungsplan für Jagdgebrauchshunde 2014

19 Dez

Gedanken zum neuen Jahr

„Jagd ist für uns tiefes Erleben der Natur, verantwortungsvolles Handwerk und die Bereitstellung eines hochwertigen Lebensmittels. Aus der Freude für unser Tun schöpfen wir die Motivation, uns mit Herz und Verstand für Tiere und deren Lebensräume einzusetzen. Unsere Achtung vor dem Geschöpf umfasst sowohl die jagdbaren als auch die nicht dem jagdrecht unterliegenden Arten. Diese Achtung spiegelt sich in unseren ethischen Grundsätzen und in den Regeln der Weidgerechtigkeit wieder.“

Zitat Standortbestimmung Jagd, Bundesjägertages 2013

Liebe Jägerinnen und Jäger,

in gewohnter Weise möchte ich zum Beginn des neuen Jahres die Zeit nutzen Vergangenes Revue passieren zu lassen und mit etwas Abstand und Gelassenheit neu zu bewerten. Auf dem vergangenen Bundesjägertag legten die Jäger in Deutschland einen wichtigen Grundstein für die zukünftige Jagd. Mein aufrichtiger Dank richtet sich an mein Präsidium und an die Vorstände der Jägerschaften, die sich aktiv an diesem basisdemokratischen Prozess beteiligt haben. Die Standortbestimmung Jagd stellt einen Wertekern dar, der von allen Delegierten des Bundesjägertages einstimmig getragen wurde. Diese konstruktive Diskussion für eine gemeinsame Basis bestärkt mich in meinem Tun auch weiterhin aktiv für Jagd und Jäger einzutreten. Nur gemeinsam haben wir eine Chance unsere Meinungen und Positionen erfolgreich zu vermitteln. Das gilt für die innerverbandliche Arbeit ebenso, wie für die Wahrung politischer Interessen auf Landes- und Bundesebene. Wir als Jägerinnen und Jäger müssen uns mit unserem ehrenamtlichen Engagement nicht verstecken. Die verantwortungsvolle Aufgabe der Erstellung und der Umsetzung der Abschusspläne, die Nachsuche unfallkranken Wildes, die wachsende Beteiligung bei der Wildbestandserfassung im Rahmen des Projektes WILD, die Mitwirkung bei wildhygienischen Untersuchungen der Veterinärbehörden oder der Artenschutzbeitrag durch Jagd auf Waschbär, Marderhund und Mink sind Aufgaben, die wir Jäger ganz freiwillig und selbstverständlich wahrnehmen.

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt hat sich angesichts der rasanten Bestandsentwicklung des Wolfes in unserem Land entschlossen mit der Kooperationsvereinbarung zum Wolf den Grundstein für eine enge Zusammenarbeit mit dem Land Sachsen-Anhalt zu legen. Das erforderliche Monitoring ist eine staatliche Aufgabe der Naturschutzverwaltung auf der Grundlage gesetzlicher Verpflichtungen. Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt e. V. unterstützt das Land im gegenseitigen Einvernehmen bei der Erfüllung dieser Aufgaben. Ziel ist es eine möglichst genauen Überblick über die Entwicklung der Wolfsbestände zu erlangen. Diese Daten sind die Grundlage für weitere Verhandlungen. Um der aktuellen Situation Rechnung zu tragen und eine wissenschaftlich auswertbare Datenbasis zu erhalten, werden bereits seit Mitte 2013 im Rahmen eines ELER-Projektes Jäger durch den WWF geschult, die den Hinweisen auf Wölfe nachgehen und sie dokumentieren. Für das 2. Quartal 2014 sind weitere Schulungen geplant. Die Zusammenarbeit mit dem WWF hat sich dabei als sehr fruchtbar erwiesen. Im Rahmen des ELER-Projektes ist auch ein erstes Fachgespräch zum Wolf gemeinsam organisiert worden. Das die Teilnahme am Wolfsmonitoring im gesamtgesellschaftlichen Kontext von Bedeutung ist, davon bin ich überzeugt.

Liebe Jägerinnen und Jäger,

neben der Interessenvertretung stellt die Information unser Mitglieder eine weitere Schwerpunktaufgabe der Verbandsarbeit dar. Nur wer informiert ist, kann sich eine Meinung bilden. Dafür haben wir das Informationsangebot in diesem Jahr erweitert. Zusätzlich zum Mitteilungsblatt „Wir Jäger“ erstellt die Geschäftsstelle seit März 2013 den Newsletter "Jägerpost". Auch das ständig aktualisierte Informationsangebot unserer Internetseite wurde in diesem Jahr überarbeitet. Neben aktuellen Informationen zur Jagd in Sachsen-Anhalt ist die Internetseite auch eine Art Bibliothek für wichtige Informationen aus den verschiedensten jagdlichen Bereichen. Unter www.ljv-sachsen-anhalt.de finden Sie vom Aufnahme Antrag bis hin zu Gesetzestexten vieles, was man im Laufe eines Jägerlebens benötigt.

Bei einem aktuellen Durchschnittsalter von ca. 56 Jahren liegen wir Jäger um ca. 10 Jahre über dem Altersdurchschnitt der Gesamtbevölkerung in Sachsen-Anhalt. Das zeigt, dass wir im besonderen Maße dem demographischen Wandel unterliegen. Wie noch nie zuvor ist deshalb die Gewinnung junger Leute für die Jagd dringende Notwendigkeit. Schon heute fehlen immer wieder jüngere aktive Jäger, die auch in der Lage sind, nachhaltig jagdliche Aufgaben zu erfüllen. Wir wissen auch, dass gerade unsere Revierinhaber und Jagdpächter ein noch deutlich höheres durchschnittliches Lebensalter aufweisen. Ihre Bereitschaft junge Jäger in die Reviere aufzunehmen ist die entscheidende Voraussetzung jagdlichen Nachwuchs zu werben. Es ist ganz wesentlich für unser Handwerk, dass die  jungen Ortsansässigen lieber früher als später in jagdliche Verantwortung kommen. Wer als junger Mensch die anspruchsvolle Jägerprüfung besteht und sich unter erheblichen finanziellen Aufwendungen der Jagd widmen möchte, will natürlich schon im Vorfeld wissen, wo er jagdlichen Anschluss findet und praktisch jagen kann. Deshalb geht die Bitte der Jägerschaft vor allem an unsere Revierinhaber, Ihr Augenmerk in den nächsten Jahren besonders der Jungjägerwerbung zu widmen und jüngere Jäger mit in die Tätigkeiten einzubeziehen, ob bei der Abschussplanung, der Wildbewirtschaftung oder der Wildtiererfassung im Projekt WILD. Für alle engagierten Jäger ist es wichtig, dass ihre Erfahrungen und ihr Wissen an die nächste Generation weitergegeben werden.

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen Gesundheit und natürlich viel Weidmannsheil

Ihr Dr. Hans-Heinrich Jordan

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18 Dez

Waschbären, Wildbret, Biogas - Grüne Woche 2014

Der DJV vertritt die Jäger auf der Internationalen Grünen Woche 2014


Wildtiere in der Stadt? Für viele Bürger eine schöne Vorstellung von Naturnähe. Doch was tun, wenn Wildschweine über den Spielplatz streifen, Marder und Waschbären auf dem Dachboden heimisch werden oder Füchse die Mülltonnen stürmen? Jäger wissen in solchen Fällen Rat und geben ihre Kenntnisse gern am Stand des Deutschen Jagdverbandes (DJV) in Halle 26a an die Besucher der Internationalen Grünen Woche Berlin (17.-26.1.) weiter. Wer wissen möchte, worin sich Waschbär und Dachs unterscheiden oder welchen Verwandtschaftsgrad Baum- und Steinmarder haben, ist im naturnahen Biotop des DJV richtig: Auf 300 Quadratmetern können Besucher aller Altersklassen unter fachkundiger Anleitung des Lernort-Natur-Teams auf einem Parcours pirschen und die heimische Flora und Fauna kennen lernen. Ein spannendes Quiz führt dicht heran an die Wildtiere. Die Initiative "Lernort Natur" wurde bereits zum zweiten Mal von der UNESCO ausgezeichnet.

Die Jäger zeigen in Halle 26a zudem, wie bunt und vielfältig die heimische Natur ist, was Jäger zu deren Erhalt beitragen und wie gesund und lecker Wildbret ist. Dass dem Hirschgulasch oder der Wildschweinbratwurst eine tierschutzgerechte Jagd vorausgeht, wie diese in Deutschland ausgeübt wird und welche strengen Vorgaben gelten, erfahren Besucher ebenfalls am DJV-Stand.

Vorträge, Frage-Antwort-Runden und Videovorführungen: Jäger geben Auskunft zu den zahlreichen Maßnahmen der Jägerschaft zum Erhalt der Artenvielfalt ebenso wie zum Umgang mit Wildtieren in der Stadt oder zur Zubereitung von Wildbret. Zudem informiert der DJV - Dachverband für rund 250.000 Jäger - über seine zahlreichen Projekte wie "Biogas aus Wildpflanzen". Das Projekt hat das Ziel, Wildpflanzen für die Biogasproduktion als wildtierfreundliche Alternative zu Mais zu etablieren.

Täglich sind Wildspezialitäten aus eigener Produktion im Angebot wie herzhaftes Gulasch, Wildbratwurst, saftiger Schinken und vieles mehr. Unter dem Motto "Wild aus der Region" kann hier alles probiert und gekauft werden.

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18 Dez

DJV veröffentlicht WILD-Bericht 2012

DJV veröffentlicht WILD-Bericht 2012

Neu: Gastbeiträge zu den Tierarten Wolf, Elch und Seehund

Der DJV hat jetzt den Jahresbericht 2012 des Wildtier-Informationssystems der Länder Deutschlands (WILD) veröffentlicht. Erstmalig enthält der WILD-Bericht Gastbeiträge namhafter Wissenschaftlerinnen zur aktuellen Situation der Tierarten Wolf, Elch und Seehund in Deutschland.

Der 32-seitige WILD-Bericht enthält zudem aktuelle Daten aus den rund 430 Referenzgebieten Deutschlands zum Feldhasen. Seit über zehn Jahren werden im Rahmen von WILD auf Initiative der Landesjagdverbände die Feldhasenbesätze in ausgewählten Zählgebieten Deutschlands systematisch erfasst. Geschulte Jäger führen die Zählungen jeweils im Frühjahr und Herbst ehrenamtlich in ihren Revieren durch. Das Feldhasen-Monitoring ist ein wichtiger Baustein der langfristigen Biomonitoring-Programme, denn er ist eine wichtige Indikatorart für den Lebensraum Agrarlandschaft heute.

Für weitere Arten wie Wildkaninchen und Fasan sowie gebietsfremde Arten wie Waschbär, Marderhund und Mink analysierten die Wissenschaftler des Projekts die Jagdstrecken mehrerer Jahre. Auch die Jagdstreckenentwicklung weniger prominenter Wildarten wie Höckerschwan und Blässhuhn werden beleuchtet.

Ziel des langfristigen Projektes WILD ist die bundesweite Erfassung ausgewählter Wildtierarten mit wissenschaftlichen Methoden, um künftig über abgesichertes Datenmaterial zu verfügen. Bereits seit 2001 werden Daten erfasst. Diese sind eine wichtige Grundlage für eine nachhaltige Jagd.

Der WILD-Bericht 2012 ist hier online verfügbar oder kann in Einzelexemplaren direkt über den DJV, Friedrichstr. 185/186 in 10117 Berlin oder unter pressestelle@jagdverband.de bezogen werden.

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