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17 Dez

Hier gehts zur Natur!

Im Handy steckt jetzt auch Natur! Mit der Tierspuren-App für iPhones lassen sich Fährten, Eier, Nester und Gewölle im Wald bestimmen. Zahlreiche wildlebende Tiere wie Biber, Fischadler, Rothirsch oder auch der Kupferstecher werden in Portraits und mittels

Mit neuem Lernort-Natur-Flyer und Tierspuren-App Wiesen und Wälder entdecken

Kann man im Wald mehr erleben, als Pilze sammeln? Auf jeden Fall! Das beweisen die ehrenamtlich Tätigen der Jägerinitiative Lernort Natur. Für eine effektive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit hat der DJV den Lernort-Natur-Flyer neu gestaltet.

Was ist Lernort Natur? Für wen ist es? Was machen die Aktiven? Von Inhalten der Initiative bis zu Ansprechpartnern in den Landesjagdverbänden – der Flyer im neuen Design bietet umfangreiche Informationen in einem handlichen Format ob für Stadtfeste, Messen oder den Postversand. Ab sofort gibt es ihn kostenlos bei der DJV-Service und Marketing GmbH (DSM), Friesdorfer Straße 194a, 53175 Bonn, Telefon 02 28 / 38 72 90-0, Fax 02 28 / 38 72 90-25, E-Mail info@djv-service.de. Oder einfach auf der Webseite www.djv-shop.de bestellen.

Im Handy steckt jetzt auch Natur! Mit der Tierspuren-App für iPhones lassen sich Fährten, Eier, Nester und Gewölle im Wald bestimmen. Zahlreiche wildlebende Tiere wie Biber, Fischadler, Rothirsch oder auch der Kupferstecher werden in Portraits und mittels eines Quiz erlebbar. Eltern, Lehrer und Jäger können mit ihrem Smartphone Fragen direkt beim Waldspaziergang beantworten. Herausgeber ist der GU-Verlag in Zusammenarbeit mit der Initiative Lernort Natur des Deutschen Jagdverbandes (DJV). Die „Tierspuren-App“ ist zunächst nur für iPhones erhältlich im App Store für 8,99 Euro.

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20 Nov

Jagd im Nationalpark Harz

Tagung Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz

Tagung Waldentwicklung und Wildbestandsregulierung im Nationalpark Harz

Der Wildbestand ist im Nationalpark Harz ist in den vergangenen Jahren auf einen neuen Höchststand geklettert. Nach Ansicht des Nationalparkleiters Pusch gefährdet vor allem das Rotwild die Laubbaum-Initialpflanzungen in dem rund 25 000 Hektar großen Schutzgebiet. „Wenn sich Wald und Wildtierzahlen in einer akuten Schieflage befinden, müssen wir das wieder ins Lot bringen“, so Pusch. Der Wald im Nationalpark befindet sich nach der massiven Borkenkäferwelle der vergangenen Jahre noch immer mitten in der Auf- und Umbauphase. Den Wildbestand verträglich und ökologisch sinnvoll zu regulieren, ist unser gesetzlicher Auftrag. Dabei schätzt die Nationalparkverwaltung auch die Unterstützung der örtlichen Jägerschaften. Der Stamm der Nationalparkjäger soll in diesem Jahr noch einmal daraufhin ausgerichtet und erweitert werden. Interessenten wenden sich bitte an Sabine Mané Leiterin des Fachbereichs Waldbehandlung und Wildbestandsregulierung.

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09 Okt

„Verbot von bleihaltiger Munition nur durch Bundesgesetz“ Interview mit Dr. Axel Heider (BMELV)

Für einige Verwirrung in der Jägerschaft hat kürzlich ein Brief des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMELV) an die 16 Bundesländer gesorgt. Hintergrund war die Bemühung einiger Länder, die Jagd mit bleihaltiger Büchsenmunition zu verbieten. Der Bund ist überzeugt, dass die Länder durch ein solches Vorgehen ihre Kompetenz überschreiten. Denn eine entsprechende Regelung falle unter das Waffen- und Sprengstoffgesetz - und das ist Bundessache. Wie aber steht es dann um die Staatsforsten? Dürfen die - wie beispielsweise schon in Brandenburg die Regel - die bleifreie Jagd auf ihren Flächen vorschreiben? Muss der Begehungsscheininhaber Folge leisten? Und welche Konsequenzen ergeben sich daraus für die Niederwildjagd an Gewässern mit bleifreien Schroten? Der DJV hat dazu Dr. Axel Heider vom BMELV befragt.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) vertritt in einem aktuellen Schreiben an die Landesregierungen in Sachsen und Schleswig-Holstein die Auffassung, dass Länder bleifreie Jagdmunition nicht grundsätzlich verbieten dürfen. Denn dabei ginge es um das Waffenrecht, für das der Bund nach wie vor die alleinige Gesetzgebungskompetenz hat. Das Waffenrecht regelt eindeutig, dass Länder nicht die Herstellung oder den Handel mit konventioneller Jagdmunition verbieten dürfen. Andererseits wurde mit der Föderalismusreform die Länderkompetenz im Jagdrecht gestärkt. Fällt ein mögliches Verbot der Verwendung von bleihaltiger Jagdmunition jetzt in den Bereich des Waffenrechts oder ins Jagdrecht? Welche Konsequenzen ergeben sich Ihrer Meinung nach für die Länder?

Nach Art. 73 Abs. 1 Nr. 12 Grundgesetz (GG) besteht eine ausschließliche Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Waffen- und das Sprengstoffrecht, die sowohl den Umgang mit Waffen als auch Munition umfasst. Das Waffenrecht wurde mit dem Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes vom 28. August 2006 im Zuge der Föderalismusreform in die ausschließliche Zuständigkeit des Bundes überführt und regelt den Umgang mit Waffen oder Munition. Allein schon aus dem Wortlaut, der keinerlei Einschränkungen enthält, folgt eine umfassende Zuständigkeit des Bundes. Aus der Entstehungsgeschichte ergibt sich außerdem, dass mit der Aufnahme des Kompetenztitels für den Bund die frühere waffenrechtliche Kompetenzaufspaltung zwischen Bund und Ländern beendet und die dringend notwendige einheitliche Gesamtnormierung der Materie ermöglicht werden sollte. Vor diesem Hintergrund umfasst Art. 73 Abs. 1 Nr. 12 GG insbesondere sowohl sicherheits- als auch wirtschaftsrechtliche Aspekte des Waffenrechts. Erfasst werden im Einzelnen sämtliche Regelungen, die Produktion, Handel, Vertrieb, Erwerb und Besitz, Mitführung und Verwendung oder den sonstigen Umgang mit der Waffe und ihrer Munition betreffen. Daher besteht aus Sicht des BMELV kein Zweifel daran, dass auch die Bestimmung zur Verwendung von bleifreier Munition oder Bleimunition der ausschließlichen Gesetzgebungskompetenz des Bundes unterfällt. Im Bereich der ausschließlichen Gesetzgebung des Bundes haben die Länder die Befugnis zur Gesetzgebung nur, wenn und soweit sie hierzu in einem Bundesgesetz ausdrücklich ermächtigt werden (Art. 72 Abs. 1 GG). Im Ergebnis bleibt festzuhalten, dass der Bund die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz für das Waffen- und Munitionsrecht hat und in der praktischen Umsetzung die Bestimmungen/Regelungen in Bezug auf die Verwendung bleihaltiger bzw. bleifreier Munition bei der Jagdausübung aufgrund des Sachzusammenhangs im Bundesjagdgesetz geregelt werden sollten. Das Jagdwesen unterliegt nach Art. 74 Abs. 1 Nr. 28 GG der konkurrierenden Gesetzgebung. Für die Verwendung von Munition bei der Jagd liegt damit zwar eine zusätzliche Kompetenz des Bundes vor, die im § 19 Abs. 1 Nr. 2 BJagdG detailliert festlegt, welche Waffenarten bei der Jagd auf welches Wild eingesetzt werden dürfen (Büchsenpatronen, Auftreffenergie, Kaliber). Die Ermächtigung der Länder nach § 19 Abs. 2 BJagdG, hiervon abzuweichen, erstreckt sich aber nur auf Erweiterungen und Einschränkungen der Verbote des Absatzes 1, die sich aus dem Regelungsgegenstand und Schutzzweck des § 19 Abs. 1 Nr. 2 BJagdG ergeben, also nur Abweichungen unter dem Aspekt des Tierschutzes und der Waidgerechtigkeit. Für die Festlegung eines generellen Verbotes bleihaltiger Munition bei der Jagd reicht die Ermächtigungsgrundlage des § 19 Abs. 2 BJagdG nicht aus. Als Fazit ist festzuhalten, dass ein Verbot von bleihaltiger Munition aus verfassungsrechtlichen Gründen nur durch eine bundesgesetzliche Regelung – und zwar im Rahmen einer Änderung des § 19 des BJagdG – erfolgen kann.

Welche Reaktion auf Ihr Schreiben haben Sie aus den Ländern bekommen?

Schleswig-Holstein hat der Rechtsauffassung des BMELV widersprochen. Neben Schleswig-Holstein haben sechs weitere Bundesländer – was politisch nicht unerwartet kam – auf der Agrarministerkonferenz in Würzburg am 30. August 2013 ihre abweichende Auffassung zu Protokoll gegeben, aber zugleich bekräftigt, dass im Bundesgebiet möglichst einheitliche oder inhaltlich vergleichbare Regelungen zum Jagdrecht gelten sollten. Das BMELV wird auch weiterhin darum bemüht sein, die laufenden Projekte zum Lebensmittelmonitoring und zur Tötungswirkung entsprechender Kugelmunition zu Ende zu führen. Das vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemanagte Projekt „Lebensmittelsicherheit von jagdlich gewonnenem Wildbret“ soll voraussichtlich im Frühjahr 2014 abgeschlossen sein. Hier konnte im Jagdjahr 2012/13 die für eine wissenschaftliche Auswertung erforderliche Mindestzahl zu beprobender erlegter Wildkörper noch nicht erreicht werden. Die Ergebnisse eines vom BMELV außerdem unter Beteiligung von Dr. Kneubühl (Bern) beauftragten Gutachtens zur Tötungswirkung von Munition sowie zu künftigen Anforderungen hieran sollen ebenfalls bis zum Frühjahr 2014 zur Evaluierung vorliegen.

Können Bundesländer in den Staatsforsten die Verwendung bleihaltiger Munition verbieten, wie es ja schon einige Landesforstbetriebe getan haben? Können private Eigenjagdbesitzer bleihaltige Jagdmunition verbieten?

Ja, solche Verbote sind Ausfluss des Rechtes der betreffenden Eigentümer – seien es Staatsforsten oder private Eigenjagdbesitzer –, auf ihren Flächen die Regeln der Jagdausübung selbst vorgeben zu können, solange sich diese Regeln im Rahmen geltender Gesetze bewegen. Die Verwendung bleifreier Munition ist zwar hinsichtlich der Tötungswirkung Gegenstand von Untersuchungen, sie ist aber rechtlich nach derzeitigen Erkenntnissen nicht zu beanstanden.

Warum akzeptiert der Bund die Regelungen der Länder zum Verbot von Bleischrot auf Wasserwild, nicht aber die darüber hinausgehenden Regelungen zum generellen Verbot von Bleischrot?

Die Bundesländer haben beim seinerzeitigen Verbot von Bleischrot an Gewässern höherrangiges internationales Recht umgesetzt, das gegebenenfalls entgegenstehendem Bundesrecht, auch solchem mit Sperrwirkung gegenüber den Ländern, vorgehen würde. Bei „Bleischrot an Gewässern“ stellt sich die Frage der Kompetenz des Bundes oder der Länder für ein Verbot bleihaltiger Munition also nicht, hier sind beide – Bund und Länder – regelungsbefugt. Dem gegenüber unterläge ein generelles Verbot von Bleischrot der ausschließlichen Kompetenz des Bundes für Waffenrecht, so dass die Länder eine solche Regelung nicht selbst treffen können.

Viele Jäger sind jetzt verunsichert, welche Regelung denn nun gilt und wie sie sich verhalten sollen. Müssen Jäger das angeordnete Bleiverbot auf Bewegungsjagden einhalten?

Die Verbote der Verwendung von Bleikugelmunition auf Bewegungsjagden in einigen Staatsjagdrevieren sind zivilrechtlicher Art. Wer an solchen Staatsjagden teilnimmt, verpflichtet sich zur Einhaltung der vom Eigentümer vorgegebenen Regeln. Die Staatsjagden können – wie dargestellt – solche Regeln aufstellen und auch zivilrechtlich durchsetzen. Eine andere Frage ist, ob bei einer Zuwiderhandlung gegen diese Regeln eine ordnungsbehördliche Sanktion oder gar Strafe droht. Die Antwort darauf lautet: Nein, eine solche Sanktion droht nicht, da es an einem gesetzlichen Verbot bleihaltiger Munition fehlt.

Welche Möglichkeiten gibt es für einzelne Jäger, die Klärung offener Fragen zwischen Bund und Ländern zu beschleunigen?

Der Bund arbeitet – in Abstimmung mit Ländern und Verbänden – mit Nachdruck daran, die Einführung einer Jagdmunition, die keine schädlichen Bleipartikel ins Wildbret abgibt, voranzubringen. Außerdem gilt es, gemeinsam mit den Ländern flankierende Maßnahmen – wie die Nachrüstung von Schießständen – auf den Weg zu bringen. Darüber hinaus wird der wissensbasierte Entscheidungsfindungsprozess von Bund und Ländern durch eine Selbstverpflichtung der Waffen- und Munitionsindustrie flankiert, wonach das gemeinsame Bestreben, jagdlich gewonnenes Wildbret ohne zusätzliche Belastung durch Jagdbüchsengeschosse zu gewinnen, durch entsprechende Weiterentwicklungen unterstützt wird. Der einzelne Jäger sollte mit diesem Thema aufgeschlossen und sachlich umgehen. Verwendung bleifreier Munition ist auch derzeit schon möglich, auch wenn die Tötungswirkung noch nicht in allen Kalibern beziehungsweise Geschosskonstruktionen als zufriedenstellend angesehen wird. Die Jäger haben zum Beispiel auf Staatsjagden, auf denen bleifreie Munition vorgeschrieben wird, aber auch beim Ansitz im eigenen Revier die Möglichkeit, sich selbst ein Bild zu machen. Dies scheint mir ein besserer Weg zu sein als in Fundamentalopposition zu bestimmten Geschossmaterialien zu verfallen, sei es in Opposition gegenüber blei oder bleifrei.

Interview Pressestelle des DJV

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09 Okt

Onlineumfrage zum Wildschaden

Onlineumfrage Wildschaden

Der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt ruft alle Revierinhaber auf, sich an der landesweiten Wildschadenserfassung zu beteiligen. Es ist dabei auch von Interesse, Reviere zu erfassen in denen Wildschaden vorkommt, aber finanziell nicht geltend gemacht wird.

Die Rolle der Landwirtschaft hat sich mit der Einführung des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) gewandelt. Landwirte sind nicht mehr ausschließlich Nahrungsmittelproduzenten, sondern zusätzlich Energieerzeuger. Die Energiegewinnung aus Mais und Raps spielt eine immer wichtigere Rolle im Energiemix. Seit 2004 stieg die Anbaufläche für Raps um 25% und für Silomaisanbau um fast 90% an. Die Vermeidung von Wildschäden auf großflächigen Raps- und Maisschlägen durch die Jäger ist nach dem Pflanzenaufwuchs nur noch schwer möglich. Wildschweinrotten, aber auch Rot- und Damwild wechseln in diese Schläge ein und nehmen dort ihren ständigen Einstand. Der Schadumfang kann beträchtliche Ausmaße annehmen. Wie groß das Gesamtausmaß der Wildschäden ist, kann aber nur geschätzt werden, da weder Kommunen noch Land Erhebungen zum Thema Wildschäden machen. Solange keine belastbaren Zahlen und Fakten vorliegen beleibt das Thema Wildschaden politisch betrachtet eine Worthülse. Eine landesweite Wildschadenserfassung ist also im Interesse der Jäger.

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08 Okt

Afrikanische Schweinepest - Risiken die Jäger kennen sollten

DJV befragt Friedrich-Löffler-Institut (FLI)
Krankheitsfälle mit der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen sind kürzlich in Russland aufgetreten. Die Sorge bei Landwirten und Veterinären ist groß, dass sich das Virus in EU-Länder ausbreiten könnte. Auch Jäger sollten deshalb bestimmte Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigen. Welche das genau sind, hat die Veterinärin und Seuchenspezialistin Dr. Sandra Blome vom Friedrich-Löffler-Institut im DJV-Interview erklärt.

Was ist die Afrikanische Schweinepest?

Die Afrikanische Schweinepest ist eine Viruserkrankung, die Haus- und Wildschweine gleichermaßen betreffen kann. Sie ist klinisch nicht von schweren Verlaufsformen der Klassischen Schweinepest zu unterscheiden und führt in der Regel binnen einer guten Woche zum Tod der Tiere. Gegen die Erkrankung kann nicht geimpft werden. Eine Gefahr für den Menschen, Jagdhunde oder andere Wildarten besteht nicht.

Welches Risiko besteht, die Krankheit aus dem osteuropäischen Ausland nach Mitteleuropa zu übertragen?

In Russland sind nach wie vor sowohl Haus- als auch Wildschweine von der Seuche betroffen. Ein Risiko für das Schwarzwild besteht insbesondere über unachtsam entsorgte Speisereste, z.B. an Autobahnrastplätzen und auch Campingplätzen.
Eine direkte Einschleppung über verbundene Schwarzwildpopulationen erscheint zum jetzigen Zeitpunkt nicht wahrscheinlich, kann aber, insbesondere aufgrund zusammenhängender Schwarzwildhabitate, nicht ausgeschlossen werden.

Wie wird die Afrikanische Schweinepest übertragen?

Die Afrikanische Schweinepest wurde in Russland vor allem durch den Kontakt des Schwarzwilds mit illegal entsorgten Tierkörpern aus nicht-kommerziellen Kleinsthaltungen von Hausschweinen in die Population eingetragen. In der Rotte kann der Erreger durch direkten Kontakt und Kontakt zu verendeten Artgenossen aber auch Ausscheidungen übertragen werden. Der effizienteste Übertragungsweg ist der Kontakt zu Schweiß. Wenige Tropfen enthalten genug Virus um eine Infektion auszulösen. Da das Virus sehr widerstandsfähig ist, bleiben entsprechende Infektionsquellen über lange Zeit „aktiv“.
Das Virus der Afrikanischen Schweinepest kann auch über Lederzecken übertragen werden, die jedoch in unseren Breiten nicht vorkommen und auch bei der Lebensweise unseres Schwarzwilds keine Bedeutung haben sollten.

Welche Vorkehrungen muss ich bei der Reise ins osteuropäische Ausland treffen?

Neben einer normalen Jagdhygiene ist vor und nach der Rückkehr auf eine gründliche Reinigung und sorgfältige Desinfektion des Schuhwerks und aller Werkzeuge zu achten. Alle Utensilien, die mit Schweiß in Berührung gekommen sind, sind als besonders kritisch anzusehen. Kleidung sollte vor der weiteren Verwendung gewaschen werden.

Wie verfahre ich mit Trophäen aus dem osteuropäischen Ausland bei der Einreise nach Deutschland?

Es sollten nur Trophäen mitgebracht werden, die sorgfältig aufbereitet wurden und bei denen durch Kochen mögliche Viruskontaminationen abgetötet wurden. Auf die Einfuhr unbehandelter Trophäen sollte verzichtet werden (z.B. Saubärte).

Wie erkenne ich Afrikanische Schweinepest am lebenden Stück und am erlegten Stück?

Unter experimentellen Bedingungen haben die betroffenen Tiere hohes Fieber, verweigern die Futteraufnahme und wirken teilnahmslos. In der späten Phase können Bewegungsstörungen, Krämpfe und Blutungen (z.B. Nasenbluten) auftreten. Auch plötzliche Todesfälle sind möglich. Organveränderungen sind selten spezifisch, auffällig sind jedoch häufig vergrößerte, fast schwarze Lymphknoten im Bereich des Magens und der Leber sowie Einblutungen in die Niere und in die Harnblase. Die Lunge wirkt teigig. Eine Vergrößerung der Milz und diverser Körperlymphknoten sowie eine sehr schlechte Blutgerinnung können ebenfalls auffällig sein. Da die Erkrankung das Immunsystem stark schwächt, findet man häufig schwere bakterielle Begleitinfektionen und auch Parasiten (z.B. Lungenwürmer oder starke Räude).
Unter Feldbedingungen ist davon auszugehen, dass die betroffenen Sauen Suhlen und Wasserläufe aufsuchen und die Scheu vor Menschen und Hunden verlieren. Da die Erkrankung sehr schnell verläuft, treten weniger abgekommene Stücke auf als bei der Klassischen Schweinepest. In Russland hat man ganze Rotten verendet in ihren Einständen gefunden. Im Gegensatz zur Klassischen Schweinepest ist keine Altersabhängigkeit der Symptome zu erwarten. Der Frischling zeigt die gleichen Symptome wie die Bache oder der Keiler.

Was müssen Schweinehalter, die auch Jäger sind, generell zur Seuchenvorsorge beachten?

Kleidungsstücke und Utensilien für die Jagd sind strikt von Stallkleidung zu trennen. Wildkammern und andere Einrichtungen für die Behandlung der geschossenen Stücke dürfen keine direkte Verbindung zum Stall haben. Vor dem Betreten der eigenen Stallungen sollte geduscht werden. Generell sollte von Jagdreisen in betroffene Gebiete (Russland, Weißrussland, aber auch Sardinien) abgesehen werden.

Was ist beim Einsatz von Jagdgebrauchshunden im osteuropäischen Ausland zu beachten?

Für Hunde stellt das Virus der Afrikanischen Schweinepest keine Gefahr dar.

Welche Gefahren resultieren aus dem Import von Wildbret und Schweinefleischprodukten aus potenziellen Krankheitsregionen?

Auch wenn von diesen Produkten keine Gefahr für den Menschen ausgeht, stellen solche Fleischerzeugnisse ein potentielles Risiko für die heimische Schweine- und Wildschweinepopulation dar. Sie dürfen daher unter keinen Umständen im Futtertrog von Hausschweinen landen oder in die Reichweite von Wildschweinen kommen. Es sollten daher aus den betroffenen Gebieten keinerlei Schweinefleischprodukte (Haus- und Wildschwein) eingeführt/mitgenommen werden.

Weitere Informationen zur Wildhygiene finden Sie im hier.

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