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16 Jan

Eigenjagdbezirke in Sachsen-Anhalt

Landesforstbetrieb

Der Landesforstbetrieb Sachsen-Anhalt schreibt aktuell zwei Eigenjagdbezirke in Sachsen-Anhalt im Forstbetrieb Anhalt und Ostharz aus. Angebotsschluss ist der 21. Februar 2018. Eine Übersicht mit genauen Informationen zu den Jagdbezirken finden Sie unter folgendem Link: https://www.landesforstbetrieb.de/ausschreibungen/eigenjagdbezirke/

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15 Jan

ASP: Erlass zur Tierseuchenbekämpfung - Prämien für Jäger

Neben Schwarzwild sind auch Wölfe überträger von Schweinepest

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie erlässt eine Verordnung zur Früherkennung der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen und zur Prämierung für Jagdausübungsberechtigten. Der Erlass regelt das Prämiensystem, die Probeentnahme sowie den Versand des Entnahmematerials. Das System der Prämierung tritt ab dem 1. Februar 2018 in Kraft. 

1 Vorbemerkung 

Die seit einigen Jahren in Osteuropa bei Haus- und Wildschweinen vorkommende Afrikanische Schweinepest (ASP) konnte dort bisher nicht getilgt werden und stellt für andere noch nicht betroffene Staaten Europas eine permanente Gefahr dar. Das Friedrich-Loeffler-lnstitut (FLI) schätzt in seiner aktuellen Risikobewertung zur ASP ein, dass ein Eintrag der Seuche in die deutsche Wildschweinepopulation wahrscheinlicher ist als in die hiesige Hausschweinepopulation. Ferner bewertet das FLI das Seucheneintragsrisiko über die illegale Verbringung und Entsorgung von kontaminiertem Material und über das Verbringen von kontaminiertem Schweinefleisch oder kontaminierten Schweinefleischerzeugnissen entlang der Autobahnen und Fernverkehrsstraßen als hoch. Die jüngeren Seuchenfeststellungen bei Wildschweinen in der Tschechischen Republik und in Polen in der Nähe von Warschau weisen darauf hin, dass diese Einschätzung nicht unrealistisch ist. Für eine erfolgreiche Tilgung der ASP bei Wildschweinen ist es essentiell einen Seucheneintrag in die hiesige Wildschweinepopulation schnellstmöglich zu erkennen. Daher soll ein Prämiensystem für das Auffinden und Beproben toter Wildschweine (Fallwild) sowie für das Beproben von Wildschweinen, die bei/nach Wildunfällen im Straßenverkehr getötet/zur Strecke gebracht werden, eingeführt werden.

Die Erfahrungen in den bisher betroffenen europäischen Staaten haben gezeigt, dass insbesondere gefallene Wildschweine als Risikotiere anzusprechen sind, bei denen im Falle eines Seucheneintrags die Wahrscheinlichkeit am größten ist, ASP nachweisen zu können. 

2 Adressaten des Prämiensystems; Höhe der Prämie 

Jagdausübungsberechtigte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit gemäߧ 1 i.V.m. den§§ 23 und 24 Bundesjagdgesetz gefallene oder verunfallte Wildschweine auffinden und beproben, erhalten je untersuchungsfähiger Probe 50 Euro Prämie. 

 3 Adressaten außerhalb des Prämiensystems 

Bedienstete der staatlichen Forstverwaltung des Landes entnehmen darüber hinaus Proben von gefallenen oder verunfallten Wildschweinen im Rahmen ihrer Dienstausübung. Sie bekommen dafür keine Prämie. 

4 Probenentnahmematerial und Probenbegleitschein 

Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes werden über die Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsämter der Landkreise und kreisfreien Städte Probenentnahmematerial und Probenbegleitscheine bereitgestellt. Als Probenbegleitschein ist einheitlich das unter folgendem Weblink vom Landesamt für Verbraucherschutz (LA V) auswählbare Formular, das als Anlage diesem Erlass ebenfalls beigefügt ist, zu nutzen: https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/veterinaermedizin/formularemerkblaetter/untersuchungsantraege-fuer­tieraerztetierhalterjaeger/

Der vorgenannte Personenkreis ist darauf hinzuweisen, dass die Formulare vollständig und gut lesbar auszufüllen sind. Sofern die GPS-Koordinaten des Fundortes nicht angegeben werden können, ist die Lage des Fundortes anderweitig möglichst genau im Hinweisfeld zu beschreiben. Jagdausübungsberechtigte, die ihre Bankverbindung nicht, nicht vollständig oder ungenau angeben, können keine Prämie erhalten. Das LAV stellt den Landkreisen und kreisfreien Städten geeignete Tupfersysteme als Probenentnahmematerial in dem erforderlichen Umfang zur Verfügung. 

5 Probenentnahme 

 Wichtig ist, dass bei der Probenentnahme ausreichend „Schweiß" (Blut) am Wattebausch des Tupfersystems anhaftet. Nähere Hinweise zur Probenentnahme sind als Anlage beigefügt und bei Bedarf in Zuständigkeit der Landkreise und kreisfreien Städte zu vervielfältigen und den Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes auszuhändigen. 

6 Probenlogistik 

Die Proben sind von den Jagdausübungsberechtigten und Bediensteten der staatlichen Forstverwaltung des Landes entsprechend der Hinweise zur Probenentnahme gemäß Nr. 5 sowie der Anlage dieses Erlasses zu verpacken, mit den entsprechenden Probenbegleitscheinen (Untersuchungsanträge) zu versehen und dem jeweils für den Fundort zuständigen Veterinär­und Lebensmittelüberwachungsamt zuzuleiten. Von dort werden die Proben über das Kuriersystem des LAV zum Fachbereich 4 in Stendal transportiert. Dort erfolgt die Erfassung und Untersuchung der Proben.

7 Prämienauszahlung 

 Das LAV übermittelt nach abgeschlossener Untersuchung bezüglich aller untersuchbarer von Jagdausübungsberechtigten eingesandten Proben elektronisch die für die Prämienauszahlung erforderlichen Angaben an die Tierseuchenkasse. Erforderliche Angaben sind mindestens:

- Name und Adresse der/des Jagdausübungsberechtigten,

- Anzahl der von ihr/ihm entnommenen untersuchbaren Proben,

- Bankverbindung (IBAN).

Die Tierseuchenkasse überweist entsprechend dieser Angaben die Prämien an die Jagdausübungsberechtigten und rechnet diese anschließend quartalsweise mit dem Land ab. 

8 Schlussbestimmung und Inkrafttreten 

 Andere Verwaltungsvorschriften des Landes zur Regelung von Monitoringuntersuchungen bei Wildschweinen bleiben unberührt. Das System der Prämierung tritt ab dem 1. Februar 2018 in Kraft und ist bis auf weiteres anzuwenden. Das Landesverwaltungsamt unterrichtet entsprechend die Landkreise und kreisfreien Städte.

Hier den Untersuchungsantrag für Proben zum Wildschweinmonitoring herunterladen. 

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18 Dez

Projekt Fellwechsel gestartet

Fellwechsel

Das von LJV Baden-Württemberg und DJV initiierte Projekt Fellwechsel ist in die erste Saison gestartet. Raubwildbälge können ab sofort für die Fellwechsel GmbH gesammelt werden. Die Verbände informieren, wie Jägerinnen und Jäger das Projekt unterstützen können.

Die Fellwechsel GmbH ist erfolgreich in die erste Saison gestartet. Zum Höhepunkt der Raubwildjagd im Januar geben Deutscher Jagdverband (DJV) und Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) Praxishinweise für die Behandlung erlegter Tiere. Ziel des Projektes ist es, das Fell von jagdlich erlegten Raubsäugern einem Nutzen zuzuführen.

Tierarten

Die Fellwechsel GmbH nimmt im Rahmen der nachhaltigen Jagd und den landesgesetzlichen Vorgaben in Deutschland erlegte Rotfüchse, Marderhunde, Waschbären, Dachse, Stein- und Baummarder, Hermelin (Große Wiesel), Iltisse, Minke, Nutria (Sumpfbiber) und Bisam an.

Verpackung und Aufbewahrung

Die Tierkörper sollten nach der Erlegung möglichst schnell und platzsparend verpackt und unbedingt mit dem Herkunftsnachweis versehen werden. Dieser garantiert eine lückenlose Dokumentation. Es empfiehlt sich, einen mittelgroßen Eimer mit einem Plastiksack auszukleiden und das erlegte Tier eingerollt hineinzulegen (ähnlich der natürlichen Schlafposition des Tieres). So stehen die Branten nach innen und beschädigen den Sack nicht. Dann sollte der Sack möglichst eng verschlossen werden. Der ausgefüllte Herkunftsnachweis sollte in eine durchsichtige Plastiktüte gesteckt werden, sodass von außen sofort erkennbar ist, um welches Tier es sich handelt. Beides - verpackter Tierkörper und Herkunftsnachweis - werden mit einem Kabelbinder verbunden und verschlossen und in der nächsten Sammelstelle oder in der eigenen Gefriertruhe eingefroren. So wird das kleinste Pack- und Lagermaß erreicht.

Sammelstellen

Mit Stand Dezember 2017 sind deutschlandweit mehr als 100 Sammelstellen gemeldet. Um zu erfahren, wo die nächste Sammelstelle ist, können Jägerinnen und Jäger im ersten Schritt ihren Hegering oder Kreisjagdverband anfragen. Im letzten Schritt kann auch bei der Fellwechsel GmbH nachgefragt werden.

Qualität der Bälge

Ob die Qualität des Balges zum Gerben ausreicht, sollte jeder Jäger selbst entscheiden. Merkmale eines reifen Winterbalges sind lange Grannenhaare und dichte Unterwolle. Wichtig ist es, auf die Unversehrtheit des Rückenbereiches zu achten. Dieser sollte frei von größeren Löchern (nicht größer als ein 2-Euro-Stück), Räude, Ranz- oder Bissspuren sein.

Einrichtung von Sammelstellen

Bei Fragen zur Einrichtung von Sammelstellen durch Hegeringe oder Kreisjagdvereine / Kreisjägerschaften steht die Fellwechsel GmbH zur Verfügung. Für eine Sammelstelle werden eine große Gefriertruhe und eine Ansprechperson (Balgbeauftragter) benötigt. Die Sammelstellen können sofort über www.fellwechsel.org/downloads/ angemeldet werden, damit die Logistik optimal geplant werden kann. Dort finden Interessierte auch die notwendigen Herkunftsformulare. Ist absehbar, dass die Truhe zügig voll ist, wird gebeten, mit ein bis zwei Wochen Vorlauf die Fellwechsel GmbH zu kontaktieren, um die weitere Logistik zu planen.

Hier das Frage- und Antwortpapier der Fellwechsel GmbH herunterladen

Kontakt

Fellwechsel GmbH
Frederik Daniels
f.daniels@fellwechsel.org
www.fellwechsel.org

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13 Dez

Verbandsveranstaltungen 2018

Verbandsveranstaltungen

Sitzungen, Weiterbildungen, Kurse und Veranstaltungen - der Landesjagdverband Sachsen-Anhalt gibt die Verbandsveranstaltungen für das Jahr 2018 bekannt. Sowohl Hundeführer, Jagdhornbläser, Schützen u.v.m. sind mit Terminen in der Jahresplanung bedacht.

Besonderen Wert legt der Verband auf die Aus- und Weiterbildung seiner Mitglieder, die sowohl für die Verbandsarbeit aber auch für jagdliche Geschicke von Vorteil sind. So werden beispielsweise die beliebten Wildbrethygienekurse jeweils zweimal im Frühjahr und zweimal im Herbst in den neuen Räumlichkeiten der Geschäftsstelle angeboten. 

(Änderungen vorbehalten)

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15 Nov

dpa berichtet über invasive Arten

Waschbär

Dem Marderhund sind Landesgrenzen egal, dem Waschbär auch. Sie breiten sich europaweit aus und haben mangels natürlicher Feinde oft ein leichtes Spiel. Jetzt sollen diese invasiven Arten gezielt eingedämmt werden. Sachsen-Anhalt fordert dafür finanzielle Hilfe.

Magdeburg (dpa/sa) - Waschbären gelten als Plage, der Riesenbärenklau ist eine giftige Gefahr für den Menschen: Eingeschleppte Tiere und Pflanzen sollen in ganz Europa künftig genau überwacht und gezielt eingedämmt werden. Im Kampf gegen diese sogenannten invasiven Arten fordert Sachsen-Anhalt eine finanzielle Beteiligung des Bundes. Einen Antrag mit dieser Forderung bringt das Land zusammen mit Hessen bei der Umweltministerkonferenz ein, die am Mittwoch in Potsdam beginnt.
Das sagte eine Sprecherin des Landesumweltministeriums in Magdeburg.
Da auf alle Länder wegen neuer Managementpläne künftig hohe Kosten zukämen, gehe man von breiter Zustimmung der anderen Länder aus.

Der Landesjagdverband begrüßte die Pläne für eine stärkere Vernetzung und den verstärkten Kampf gegen die invasiven Arten. «Wir sind froh, dass der Gesetzgeber der Entwicklung endlich Rechnung trägt. Das war aber nicht gerade ein Schnellschuss», sagte Geschäftsführer Wilko Florstedt. Gerade der Waschbär breite sich in Sachsen-Anhalt, Hessen und Brandenburg seit den 1990er Jahren explosionsartig aus.

Dabei räuberten die Tiere gerade im Frühjahr die Gelege von Wasservögeln und sorgten gerade bei seltenen Arten für bedrohliche Rückgänge, so Florstedt. Hier sei die Frage, ob die Managementpläne nicht schon zu spät kämen. Andere Arten, wie der Marderhund, könnten hingegen künftig gut eingedämmt werden.

Hintergrund des Vorstoßes zur Umweltministerkonferenz sind seit Jahren laufende Bestrebungen der Europäischen Union, invasive Arten stärker zu überwachen und einzudämmen. Im Fokus stehen all jene Arten, die ursprünglich nicht in Europa heimisch waren, hier oft keine natürlichen Feinde haben und das heimische Ökosystem stören oder für den Menschen gefährlich sind. Die bis zu drei Meter hohe Staude des Riesenbärenklau gilt zum Beispiel als krebserregend und sorgt bei Hautkontakt für starke Hautreizungen und Verbrennungen.

Bisher bestehe noch keine zentrale Erfassung für die invasiven Arten der Unionsliste, teilte das Umweltministerium mit. Mit dem geplanten Management der Populationen und Vorkommen kämen auf die Länder zusätzliche Aufgaben und damit auch Kosten zu. Bekämpfungsmaßnahmen müssten entwickelt, koordiniert und umgesetzt, der Erfolg der Pläne überprüft werden. Dafür sei zusätzliches Personal ebenso nötig wie Fanggeräte und Technik. An diesen höheren Kosten muss sich der Bund beteiligen, begründete das Ministerium seinen Vorstoß.

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