Streckenentwicklung

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Sie schätzen Nachhaltigkeit? Wir auch!

Die jährliche Nutzung erfolgt bei allen Wildarten grundsätzlich nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit.
Das bedeutet konkret, dass in den Jagdbezirken bei jeder Wildart nur soviel Wild dem vorhandenen Bestand entnommen wird, wie jährlich zuwächst. Wildarten, die aufgrund günstiger Lebensbedingungen lokal/ regional einen Populationsanstieg aufweisen, werden intensiver bejagt. Dazu zählen Wildschweine, Rotwild, Damwild oder Rehwild. Arten, die keinen Populationsanstieg aufweisen, wie zum Beispiel Feldhase und Rebhuhn, werden weniger bejagt. Arten, wie der Iltis, die empfindlich auf Umweltveränderungen reagieren und sich nicht mehr ausreichend vermehren, werden zeitweise oder dauernd von der Bejagung ausgenommen.

Bundes- und Landesjagdgesetz regeln, dass ein an die landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnisse angepasster artenreicher Wildbestand erhalten werden soll. Dabei ist die Hege so durchzuführen, dass Beeinträchtigungen der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung (Wildschäden) möglichst vermieden werden. Die Hegerichtlinie des Landes Sachsen- Anhalt nimmt Bezug auf diese gesetzlichen Forderungen und stellt deshalb klar, dass es notwendig ist, die Bewirtschaftung des Wildes so durchzuführen, dass die berechtigten Ansprüche der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft auf Schutz gegen Wildschäden voll gewahrt bleiben und die Belange von Naturschutz und Landschaftspflege berücksichtigt werden.

Das durchschnittliche jährliche Aufkommen an Wildbret liegt in Sachsen-Anhalt bei etwa 2.000 t. Wildfleisch ist insbesondere aufgrund seines geringen Fettgehaltes ein hochwertiges und begehrtes Lebensmittel. Auf den etwa 1,9 Mio Hektar Jagdfläche, davon ca. 433.600.Hektar Wald, werden neben den Schalenwildarten Rotwild, Damwild, Muffelwild, Schwarzwild und Rehwild zahlreiche weitere Arten wie Feldhase, Wildkaninchen, Rebhuhn, Fasan, Wildenten, Wildtauben, Wildgänse gehegt und bejagt. Für das Rot-, Dam- und Muffelwild wird auf der Grundlage der Schalenwild-Hegerichtlinie eine großräumige Bewirtschaftung in festgelegten Einstandsgebieten durch Hegegemeinschaften angestrebt. Das flächendeckend vorhandene Rehwild wird aufgrund lokaler Vorgaben gehegt und bejagt. Beim Schwarzwild hat eine intensive Bejagung einen Bestandesabbau zum Ziel. Hier gilt es, durch möglichst niedrige Bestände der drohenden Gefahr der Schweinepest vorzubeugen.

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Rotwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecken Rotwild

Mit 5.224 Stücken liegt die Rotwildstrecke leicht ca. 700 Stück unter dem Ergebnis des Jagdjahres 2016/17.  Der Anteil der Kälber an der Gesamtstrecke beträgt 37,5 %.

Das höchste Ergebnis konnten die Jäger im Landkreis Harz mit 1.660 Stücken Rotwild erreichen. Dazu trug der Nationalpark Harz  wiederum ein Ergebnis von über 196 Stücken bei. Im Landkreis Wittenberg wurde mit 1014 Stück Rotwild die zweithöchste Strecke im Land erzielt, jedoch noch mit ca. 200 Stück unter dem Vorjahr.

Ein weiterer Rückgang der Rotwildstrecke ist im Landkreis Jerichower Land mit einem Ergebnis von 149 Stücken (16/17- 174Stücke, 15/16 - 291Stücke) zu verzeichnen.

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Damwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecken Damwild


Beim Damwild liegt das Streckenergebnis von 4.549 Stücken ca. 350 Stücken unter dem Ergebnis des vorangegangenen Jagdjahres.
Auch bei dieser Wildart wurde mit einem Abschussgeschlechterverhältnis von 40:60 verstärkt in die Zuwachsträger eingegriffen. Der Anteil Kälber am Gesamtabschuss beträgt 37,9 %.

Die höchste Strecke wurde mit 1.157 Stück im Landkreis Börde erzielt. Im Landkreis Wittenberg ist mit 820 erlegten Stücken ein deutlicher Rückgang um ca. 400 Stück zu verzeichnen.
Im Altmarkkreis Salzwedel wurden mit 1.096 Stücken  geringfügig weniger Damwild als im vorangegangenen Jagdjahr gestreckt werden.

Im Burgenlandkreis wurde mit 310 Stck. wiederum ein gutes Ergebnis erreicht. Großen Anteil daran haben die Mitglieder der anerkannten Damwildhegegemeinschaft „Finne- Saale“ e.V.

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Muffelwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecken Muffelwild

Muffelwild
Die Streckenentwicklung ist weiter rückläufig.
Mit insgesamt 502 Stücken liegt das Ergebnis beim Muffelwild wiederum unter dem des vorangegangenen Jagdjahres.
Der Einfluss des Luchses auf die Muffelwildpopulation im Harz ist unstrittig. Die Strecke im Landkreis Harz zeigt keine Änderung dieser Situation an.

Im Landkreis Stendal sowohl als im Altmarkkreis Salzwedel ist wiederum ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen.
Einzelne lokale Muffelwildpopulationen in der Altmark sind durch den Einfluss des Wolfes nicht mehr zu bewirtschaften.

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Rehwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecken Rehwild

Rehwild
Beim Rehwild konnte mit einer Strecke von 49.511 Stücken wurde die Marke von 50.000 knapp unterschritten. Die Strecke bewegt sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie im vergangenen Jagdjahr.
Aus dieser Streckenentwicklung heraus ist ein Einfluss des Wolfes auf die Rehwildpopulation nicht erkennbar.
Nach wie vor werden mit einem Abschussgeschlechterverhältnis wesentlich mehr Böcke (18.935) als Schmalrehe und Ricken (17.283) gestreckt.
Die in absoluter Zahl höchsten Rehwildstrecken wurden in den Landkreisen Börde (7.755), Stendal (6.076) und Altmarkkreis Salzwedel (6.276) erzielt.

Von der Gesamtzahl 49.511 sind nach den Meldungen der Revierinhaber allein ca. 5700 Rehe Opfer von Wildunfällen geworden, das entspricht einem Anteil von rd. 12 %.
Nach der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik des Landes Sachsen- Anhalt haben die Wildunfälle 2017 einen neuen Höchststand erreicht:
Wildunfälle:

2012 13.270

2013 12.558

2014 11.730

2015 13.030

2016 13.883

2017 14.331

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Schwarzwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecken Schwarzwild

Mit 49.219 Stücken konnten die Jäger in Sachsen-Anhalt die bislang höchste Schwarzwildstrecke erreichen.Die Strecke erhöhte sich um ca. 10.000 Stück. Ausgesprochen milde Winter und eine hervorragende Nahrungssituation in Feld und Wald  bewirken hauptsächlich einen Populationsanstieg.  Ein verstärkter Jagddruck als ASP- Präventionmaßnahme sowie erhebliche Wildschäden führten zu  einem erheblichen Anstieg der Strecke .

Mit etwa 40 % Frischlingen wurde der Forderung nach einem möglichst hohen Frischlingsanteil nach wie vor nicht Rechnung getragen. Der Anteil Frischlinge und Überläufer an der Gesamtstrecke beträgt zusammen allerdings ca. 80 %.
Deutliche Steigerungen der Schwarzwildstrecke sind im Jagdjahr 2017/18 vor allem in der Landkreis Wittenberg mit 7.394 Stücken  zu verzeichnen. So stieg der Abschuss im Landkreis Wittenberg um ca. 2200 Stücke Schwarzwild. Im Landkreis Anhalt- Bitterfeld wurden mit 6.266 ca. 2800 Stück mehr erlegt als im Vorjahr.

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Fuchs-Strecke 2017/18

Jahresstrecke Fuchs

Mit der Strecke von 16.536 Füchsen wurde das Ergebnis des Vorjahres nicht erreicht. Gegenüber dem Jagdjahr 2016/17 wurden 3.905 Füchse weniger zur Strecke gebracht.

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Strecke - Waschbär, Marderhund, Mink und Nutria 2017/18

Jahrestrecke Neozoen


Mit einem Ergebnis von 29.616 Waschbären setzt sich der Anstieg fort. Gegenüber dem vorherigen Jagdjahr stieg die Strecke um rd. 4.000 Waschbären an.
Den größten Anteil an der Strecke des Landes konnten wie auch in den Vorjahren die Jäger des Landkreises Stendal diesmal mit 4.977 Waschbären erzielen. Mit 3.570 Waschbären liegt der Burgenlandkreis mittlerweile an der zweiten Stelle.

Die Marderhundstrecke bewegt sich weiterhin im Gegensatz z.B. zu unserem östlichen Nachbarland Brandenburg auf relativ niedrigem Niveau.
Aber mit 3.450 Enoks liegt die Strecke wiederum geringfügig über der des Vorjahres. Der Schwerpunkt befindet sich dabei in den Landkreisen Stendal, Börde, Jerichower Land und  Altmarkkreis Salzwedel.
Mittlerweile kann in Sachsen-Anhalt von einer flächendeckenden Verbreitung des Marderhundes ausgegangen werden.

Mit 247 Minken ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Schwerpunkt liegen nach wie vor im  Landkreis Stendal mit 114 Minken.

Die Nutriastrecke zeigt eine rasante Entwicklung:
2014/15     1.625

2015/16     3.694

2016/17     6.781

2017/18     6.799

Auch in Folge der letzten milden Winter ist die Population der Sumpfbiber deutlich im Ansteigen begriffen. Die weitere Populationsentwicklung ist offensichtlich hauptsächlich davon abhängig, ob sich der Wettertrend der letzten Jahre fortsetzt.
Schwerpunk in Sachsen-Anhalt bleibt die Altmark. So wurden im Altmarkkreis Salzwedel 2.121 Nutrias und im Landkreis Stendal 2.787 Nutrias  zur Strecke gebracht.

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Niederwild-Strecke 2017/18

Jahresstrecke Hase und Wildkaninchen

1.855 Hasen wurden im Streckenergebnis des Jagdjahres 2017/18 registriert.
Nach wie vor sind über die Hälfte davon (bei einer großen Dunkelziffer) Opfer des Straßenverkehrs geworden.
Seit 2001 wird der Feldhasenbestand im Rahmen des Projektes „Wildtier- Informationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) jährlich im Frühjahr und im Herbst auch in Sachsen- Anhalt in ausgewählten Zählgebieten mittels Scheinwerfertaxation erfasst. Nach dem Jahresbericht 2017 liegen die Bestandsdichten in Sachsen-Anhalt auf den Taxationsflächen zwischen 5,8 Hasen/100ha.

Die Wildkaninchenstrecke ist insgesamt mit 221 Kaninchenwiederum deutlich zurückgegangen.
Maßgebliche Ursache dafür dürfte im Auftreten der Chinaseuche (RHD) und Myxomathose liegen.

Die Fasanenstrecke liegt mit 933 Fasanen unter der des Jagdjahres 2016/17. Auf den Landkreis Börde entfallen 228 auf den Saalekreis 178, auf den Landkreis Stendal 102 und auf den Salzlandkreis 131 Fasanen.

Jahresstrecke Federwild

Auch die Gänsestrecke ist leicht steigend. Es wurden 1.951 Gänse erfasst.
Die Zunahme und Ausbreitung der nicht heimischen, aber nicht dem Jagdrecht unterliegenden Nilgans wird weiterhin beobachtet.

Die Stockentenstrecke nimmt weiter ab. Gegenüber dem Jagdjahr 2017/18 mit 3.864 Stockenten wurde im vergangenen Jagdjahr eine Strecke von 3.587 Stockenten registriert.

Jahresstrecke Wildenten und Wildgänse

Aaskrähen (Raben- und Nebelkrähen) und Elstern liegen mit leichten Änderungen auf dem Niveau des vorangegangenen Jahres. Insgesamt stehen 3.332 Aaskrähen und 3.376 Elstern zu Buche.

Jahresstrecke Elstern und Aaskrähen

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